Aktuelle Nachrichten – Sport
25.11.2009
Genf – Claudia Pechstein darf im Februar nicht an den Olympischen Winterspielen in Vancouver teilnehmen. Die fünfmalige Olympiasiegerin im Eisschnelllauf bleibt wegen Dopings bis Februar 2011 gesperrt, wie der Internationale Sportgerichtshof, CAS, am Mittwoch in Lausanne beschloss.
Für die 37-jährige Sportlerin aus Berlin ist die Entscheidung ein schwerer Schlag. „Das zu akzeptieren, ist für mich unglaublich hart“, erklärte sie unmittelbar nach dem Urteil. „Ich bin nicht mehr über das Ergebnis geschockt, sehr wohl aber darüber, wie es zustande gekommen ist.“ Noch am Freitag hatte sie offenbar gehofft, mit ihren Argumenten zu überzeugen. „Ich bin sehr optimistisch“, sagte sie damals, „ich habe ein sehr gutes Gefühl.“
Bei Blutproben während der Mehrkampf-Weltmeisterschaft im Februar in Norwegen wurden zwar keine verbotenen Doping-Substanzen, aber ungewöhnliche Retikulozyt-Werte festgestellt – das sind junge rote Blutkörperchen aus dem Knochenmark. Die Internationale Eislaufunion (ISU) verhängte daraufhin eine zweijährige Sperre gegen Pechstein. In dem Beschluss zur Beschwerde Pechsteins erklärte der CAS, als Ursache für die Retikulozyt-Befunde der Athletin komme nur die „illegale Manipulation ihres eigenen Blutes“ in Betracht.
Mit insgesamt neun olympischen Medaillen und sechs Siegen bei Weltmeisterschaften ist Pechstein die erfolgreichste deutsche Wintersportlerin. Erster großer Erfolg war 1994 die Goldmedaille im 5.000-Meter-Lauf in Lillehammer. (AP)
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