Panorama - Aktuelle Nachrichten – Cranberry und Pecannuss statt Mandeln und Rosinen – Susanne Gabriel
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Aktuelle Nachrichten – Panorama

Leckerbissen Cranberry und Pecannuss statt Mandeln und Rosinen

Susanne Gabriel

03.12.2009

Foto: Henrik Gerold Vogel/www.pixelio.de

Foto: Henrik Gerold Vogel/Pixelio

Frankfurt/Main – Weihnachten ohne selbstgebackene Plätzchen – für die meisten undenkbar. Aber alle Jahre wieder Spritzgebäck, Vanillekipferl oder Zimtsterne? „Ja“, so geht es jedenfalls aus Umfragen und Ranking-Listen hervor: Die Klassiker sind nach wie vor am beliebtesten. Allerdings sind viele Zutaten exotischer geworden. Früchte wie Cranberry oder Ingwer haben Rosinen und Orangeat ersetzt, Cashewkerne und Pistazie sind an die Stelle von Hasel- und Walnüsse getreten.

Plätzchen backen ist beliebt: Eine Emnid-Umfrage im vergangenen Jahr ergab, dass fast 60 Prozent der Bundesbürger vor den Weihnachtstagen selbst in der Küche aktiv werden wollten. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Rezepte dürfte schwindelerregend sein: Dutzende Backbücher, Beilagen in Zeitungen und Zeitschriften, Sonderhefte geben Tipps – und das jedes Jahr wieder.

Dabei setzen die meisten Verbraucher auf Altvertrautes, wie die Top-Ten-Liste der beliebtesten Plätzchen des Lebensmittelkonzerns Oetker zeigt. Seit 2005 registriert Oetker, welche Rezepte wie oft auf oetker.de angeklickt wurden. Auf Platz eins der Liste sind Vanillekipferl zu finden, gefolgt von Kokosmakronen, Spritzgebäck, Ausstechplätzchen und Mandelsplitter. Ebenfalls unter den Top Ten: Florentiner und Zimtsterne.

An dem „Ranking“ hat sich auch in diesem Jahr wenig verändert: Seit dem 1. November besonders häufig angeklickt wurden die Rezepte von Weihnachtskeksen, Früchtebällchen, Ausstechplätzchen, Vanillekipferl und Cappuccino-Sternen. Den „klassischen“ Geschmack der Bundesbürger spiegelt auch eine Gewis-Umfrage wider, die bereits aus dem Jahr 2005 stammt: Danach sind Lebkuchen das beliebteste Weihnachtsgebäck der Bundesbürger, gefolgt von Zimtsternen und Spekulatius.

Vollkorngebäck auch für Nicht-Öko-Freaks

Nun bedeutet die Vorliebe für Klassiker aber keineswegs, dass die Plätzchenteller noch so aussehen müssen wie zu Omas Zeiten. Andere Zutaten geben alten Rezepten neuen Pep. Zum Beispiel Cranberry: Die lange Zeit vor allem in den USA bekannte Beere hat inzwischen auch den deutschen Markt erobert. War sie in getrockneter Form früher höchstens im Naturkostladen erhältlich, gibt es Cranberries inzwischen sogar beim Discounter. Und aus der Weihnachtsbäckerei sind sie nicht mehr wegzudenken – ob in Makronen, Haferflockenplätzchen oder Früchtebrot, gerne als Ersatz für Rosinen.

Auch bei Nüssen und Kernen beschränkt sich die Auswahl längst nicht mehr auf die Hasel- oder Walnuss. Cashew- oder Pinienkerne, Pistazien, Para-, Pekan- oder Macadamianüsse ergänzen das Angebot; und inzwischen gibt es auch zahlreiche Rezepte mit Erdnüssen, die beim weihnachtlichen Plätzchen backen in Deutschland bislang keine große Rolle gespielt haben.

„In“ – und das keineswegs nur bei Öko-Freaks – sind seit einigen Jahren auch Plätzchen aus Vollkornmehl, das ja einen leicht nussigen Geschmack hat. Dazu brauner Zucker, Rohrzucker oder Honig, und das Spritzgebäck erhält eine ganz neue Note als das altbewährte von Oma. (AP)

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