China News - Politik – Das chinesische Regime fällt auseinander – D.J. McGuire / Gastautor
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Das Zentrum hält nicht stand Das chinesische Regime fällt auseinander

D.J. McGuire / Gastautor

19.02.2009

Zerstörung, Zusammenbruch, Schutt: Überreste des Erdbebens in Sichuan und passende Symbole für Chinas kommunistisches Regime. (Liu Jin/AFP/Getty Images)
Zerstörung, Zusammenbruch, Schutt: Überreste des Erdbebens in Sichuan und passende Symbole für Chinas kommunistisches Regime. (Liu Jin/AFP/Getty Images)

Heutzutage erinnert sich außerhalb Irlands wohl kaum noch jemand an William Butler Yeats. Ein Satz jedoch aus „Second Coming" (Die zweite Geburt) ist es wert, in Bezug auf China in Erinnerung zu bleiben: „Die Dinge fallen auseinander, das Zentrum hält nicht stand."

Als Yeats dieses schrieb, gab es noch keine KPCh (die sowjetischen Kommunisten versuchten damals gerade, die Kontrolle über China durch die Nationale Partei zu bekommen) aber ich wäre nicht überrascht, wenn mehr als nur einige Kader in Zhongnanhai (Hauptquartier der KPCh) sich die Frage stellen, wie fähig das „Zentrum" (sie selbst) ist, die Ereignisse im Griff zu behalten.

In der augenblicklichen globalen Rezession muss die KPCh verzweifeln, wenn ihre Mitglieder weiter Bestechungsgelder annehmen. An erster Stelle jedoch war für die Kader niederen Ranges (und auch für die mittleren und etliche höheren Ranges) die Lizenz zum Stehlen der erste, der letzte und wohl auch einzige Anreiz, ein Mitglied in der Partei zu werden. Kann die KPCh tatsächlich ein Verhalten ändern, das sie eine Generation lang genutzt hat, um die Anzahl ihrer Mitglieder zu erhöhen?

Zwei Ereignisse von diesem Wochenende lassen vermuten, dass die Antwort „Nein" ist. Ein früherer Vizepräsident einer staatlichen Bank wurde verhaftet, weil er 1,5 Millionen Dollar an Bestechungsgeldern angenommen hatte und der Direktor der staatlichen Versicherungen für Exportkredite wurde derselben Sache beschuldigt. Dass diese beiden korrupten Beamten ausgerechnet im empfindlichsten Bereich der Wirtschaft (Exporte und Kreditgewährung) überführt wurden, sagt uns alles, was wir wissen müssen, über das Versagen der KPCh, die Korruption auszurotten.

Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, kam es zu einem neuen Albtraum für die Kader - Beweise, dass sie selbst das Erdbeben von Sichuan ausgelöst hatten. Der „London Telegraph" berichtet, dass: „Der 152 Meter hohe Zipingpu Damm 315 Millionen Tonnen Wasser hält und nur etwa 500 Meter von der Störungszone und keine fünf Kilometer vom Epi-Zentrum des Erdbebens in Sichuan entfernt liegt.

„Jetzt glauben die Wissenschaftler in China und in den USA, dass das Gewicht des Wassers und sein Eindringen in den Fels den Druck auf die Störungszone erzeugt haben könnte, der zu einer Reihe von Einstürzen und letztendlich zum Erdbeben führte.

„Fan Xiao, der Chefingenieur des Sichuan Geologie and Mineral Büros in Chengdu sagte, es sei sehr wahrscheinlich, dass der Bau und das Füllen des Stausees im Jahre 2004 zu dem Desaster geführt hätten.

„Es gibt viele Fälle, in denen Stauseen ein Erdbeben ausgelöst haben" sagte Herr Fan. „Für die Gegend war dieses Erdbeben sehr ungewöhnlich."

Nebenbei bemerkt, wir wollen Herrn Fan im Auge behalten, um zu sehen, ob er für seine Meinungsäußerung leiden muss.

Wenn seine Untersuchungsergebnisse beim chinesischen Volk bekannt werden (vor allem bei den Menschen in Sichuan), könnte es in der Tat für das Regime schlecht aussehen. Die KPCh bereitet sich wahrscheinlich auf das Schlimmste vor. Ihre jüngsten Berichte über Menschenrechte an die UN gingen absichtlich über mehrere Vorfälle der Unterdrückung hinweg. In der Zwischenzeit haben ihre Versprechungen, der Presse gegenüber offener zu sein, (man denke an die Olympischen Spiele!) sich als arglistige Täuschung erwiesen.

Natürlich reagieren die Kommunisten so wie alle Kommunisten - sie versuchen, im Ausland mehr Einfluss zu gewinnen und hindern die demokratische Welt daran, zu beobachten was daheim geschieht. Aber auch das wirft neue Probleme auf.

Die Kader haben mit Erfolg eine Kriegsflotte aufgebaut. Statt jedoch den Respekt der USA dafür zu verdienen (oder sie gleichzeitig zu schwächen) hat sie das Aufleben des Anti-Kommunismus in Indien aufgeregt.

Inzwischen haben die letzten Kommentare des amerikanischen Finanzministers Tim Geithner über die bewusste Geldentwertung durch die KPCh einen unerwarteten Auftrieb vom kanadischen Finanzminister Jim Flaherty bekommen - jemand, von dem vorher nicht bekannt war, dass er zur anti-kommunistischen Kraft innerhalb der konservativen Regierung im Norden gehörte.

In der Tat ist der einzige Ort, an dem die gewählte Partei an der Macht von dem Engagement-Unsinn aufgezehrt wird, Taiwan. Und selbst dort werden die Bedenken immer lauter, dass Präsident Ma Ying-yeo - der, im wahrsten Sinne des Wortes, eine Brücke zu verkaufen hat - „nicht weiß, was er tut und die Sicherheit der Nation aufs Spiel setzt." So ein Artikel in der „Taipei Times".

All dieses zusammen genommen bewirkt noch nicht den Untergang der KPCh - jetzt noch nicht. Das Zentrum kann noch eine Weile durchhalten. Falls jedoch der Zorn des chinesischen Volkes mit dem klaren Blick einer nüchternen und freien Welt zusammen kommt, die die Bedrohung erkennt, die von Peking ausgeht, so wären die Kader plötzlich in sehr großen Schwierigkeiten. Eine ähnliche Kombination hat den europäischen Kommunismus besiegt und das versucht die KPCh seitdem zu verhindern.

Während des Wochenendes ist der Tag des Jüngsten Gerichtes für die KPCh näher gerückt. Das Zentrum hält noch durch, aber sein Griff ist schwächer geworden.

Zum Autor: D.J. McGuire ist der Mitbegründer der China-e-Lobby und Autor des „Dragon in the Dark": Wie und warum das kommunistische China unseren Feinden im Terrorkrieg hilft.

 

 

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