Foto: AP Photo/Joerg Sarbach, File
Remlingen – In das ehemalige Salzbergwerk Asse II im Landkreis Wolfenbüttel wurde von 1967 bis 1978 Atommüll eingelagert. Nach offiziellen Angaben befinden sich in den früheren Abbaukammern insgesamt rund 126.000 Fässer mit schwach und mittelradioaktiven Abfällen. Auch chemische Abfälle wurden in das Bergwerk gebracht.
Bis Ende 2008 galt die Asse als Forschungsbergwerk, in dem mit Blick auf ein späteres Endlager die Lagerung von Atommüll in Salzstöcken lediglich erprobt werden sollte. Seit Anfang 2009 ist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) Betreiber der Anlage. Die Asse wurde dem Atomrecht unterstellt und wie ein Endlager behandelt.
Das Bergwerk ist instabil und droht voll Wasser zu laufen. Jeden Tag fließen an verschiedenen Stellen rund 12.000 Liter Lauge in die Asse. Ein kleiner Teil der Zuflüsse ist radioaktiv kontaminiert. Die Standsicherheit des Grubengebäudes ist einem Gutachten zufolge nur bis 2020 gewährleistet.
Nach einem vorläufigen Terminplan, den das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als Betreiber der Anlage in Auftrag gegeben hat, ist mit einem Beginn der Räumung allerdings nicht vor Ende 2036 zu rechnen, sofern das Verfahren nicht beschleunigt wird. Erst 2029 soll demnach entschieden werden, ob der Atommüll im Atommülllager Asse überhaupt aus dem Bergwerk herausgeholt werden kann. (dapd)
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