Aktuelle Nachrichten – Menschen & Meinungen
19.02.2008
Aachen – Der Alterungsprozess des menschlichen Gehirns beginnt bereits ab dem 18. Lebensjahr. Ein Rückgang des Gehirnvolumens tritt unmittelbar nach Abschluss der Pubertät ein, wie eine Studie am Universitätsklinikum in Aachen ergab.
Untersucht wurden den Angaben zufolge junge Männer zwischen 18 und 51 Jahren. Mit Hilfe einer eigens entwickelten Software sei es erstmals gelungen, das Gehirn Millimeter für Millimeter in Form von „Hirn-Scheiben“ abzubilden und Unterschiede messbar zu machen.
Veränderungen wurden vor allem im Kleinhirn, im Thalamus sowie in der sensorischen und motorischen Hirnrinde sichtbar. „Diese Bereiche gehören zu Schaltkreisen, die für die Steuerung von Bewegungen des Menschen zuständig sind“, erklärte Peter Pieperhoff, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum Jülich. Auch das sogenannte präfrontale-limbische System, das komplexe Handlungsabläufe wie etwa beim Autofahren koordiniert, hätten sich bei den jüngsten Studienteilnehmern bereits verändert.
Initiiert und durchgeführt wurde die Studie zum Altern des Gehirns im Rahmen der sogenannten „Jülich Aachen Research Alliance“, einem Bündnis zwischen der Aachener Hochschule und dem Forschungszentrum Jülich. In einem zweiten Schritt sollen nun Studien mit Menschen folgen, die an Parkinson oder Alzheimer erkrankt sind. Dabei werde auch die Frage, ob und wie sich die festgestellten Alterungsprozesse im Gehirn möglicherweise hinauszögern lassen, eine Rolle spielen, erklärte das Aachener Universitätsklinikum. (AP)
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