Wiesbaden – Die Kommunen in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2010 ein Defizit von 7,8 Milliarden Euro verbucht. Das sind 3,6 Milliarden Euro mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Die Einnahmen der Kommunen stagnierten im ersten Halbjahr 2010 mit 76,8 Milliarden Euro (minus 0,2 Prozent) auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraumes. Die Ausgaben stiegen dagegen um 4,3 Prozent auf 84,7 Milliarden Euro. Die Stadtstaaten sind in den Zahlen nicht erfasst.
Hauptgrund für den Ausgabenanstieg sind die deutlich gestiegenen Bauausgaben. Sie legten um ein Fünftel auf 6,8 Milliarden Euro zu. Ausschlaggebend war nach Angaben der Statistiker die Umsetzung der Konjunkturpakete von Bund und Ländern. Aber auch die erhöhten Sozialausgaben schlugen bei den Kommunen ins Kontor. Die Aufwendungen für soziale Leistungen legten um 8,1 Prozent auf 21,2 Milliarden Euro zu. (dapd)
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