Aktuelle Nachrichten – International
04.09.2012
Foto: © 2012 AP. Photographer: Pablo Martinez Monsivais/AP/dapd
Charlotte/Washington – Auf ihrem am (heutigen) Dienstag beginnenden Parteitag wollen die US-Demokraten Präsident Barack Obama als weise und menschliche Alternative zu seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney darstellen. Bei der Parteiversammlung in Charlotte im US-Staat North Carolina wird Obama offiziell zum Präsidentschaftskandidaten nominiert, um am 6. November zur Wahl anzutreten.
Zum offiziellen Beginn der dreitägigen Democratic National Convention am Dienstag wird unter anderen First Lady Michelle Obama auftreten. Auf dem Parteitag soll auch der frühere US-Präsident Bill Clinton zu Wort kommen. Er soll Obama am Mittwoch offiziell zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten nominieren. Höhepunkt der Convention ist die Rede Barack Obamas am Donnerstagabend, mit der er die Nominierung durch seine Partei annimmt.
Vor dem Beginn des Parteitags enthüllten die Demokraten ihr Parteiprogramm, das die Delegierten am Dienstag offiziell annehmen wollen. Darin wird unter anderem die gleichgeschlechtliche Ehe und das Recht auf Abtreibung unterstützt. Das Programm geht auch auf Forderungen Obamas nach höheren Steuern für Reiche ein. Konkret wird eine Verlängerung der Steuererleichterungen für 98 Prozent der amerikanischen Haushalte gefordert, deren Jahreseinkommen weniger als 250.000 Dollar beträgt. Die wohlhabendsten Bürger und Unternehmen werden aufgefordert "ihren gerechten Anteil (an Steuern) zu zahlen".
Auf ihrem Parteitag in Charlotte werden die Demokraten der Argumentation Romneys zu kontern versuchen, Obama sei als Präsident gescheitert und würde in einer zweiten Amtszeit die USA noch tiefer in die Staatsverschuldung und wirtschaftliche Verzweiflung treiben.
Obama warf den Republikanern vor, bei ihrem Parteitag in der vergangenen Woche in Florida eine "Agenda aus dem vergangenen Jahrhundert" präsentiert zu haben. "Es war eine Wiederholung. Man hätte ihn (den Parteitag) ebenso gut im Schwarz-Weiß-Fernsehen schauen können", sagte Obama am Montag bei einem Wahlkampfauftritt in Toledo im US-Staat Ohio.
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