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Volksaufstand 8. August 1988 Demonstranten erinnern an Massenproteste vor 21 Jahren

DAPD

08.08.2009

(AP Photo/David Longstreath)
(AP Photo/David Longstreath)
Demokratiebefürwortende Demonstranten am 8. August 2009 vor der burmanischen Botschaft in Bangkok, Thailand. (AP Photo/David Longstreath)
Demokratiebefürwortende Demonstranten am 8. August 2009 vor der burmanischen Botschaft in Bangkok, Thailand. (AP Photo/David Longstreath)

Rangun – Mit Demonstrationen vor den burmanischen Botschaften haben zahlreiche Menschen in Bangkok, Hongkong und Kuala Lumpur am Samstag an den vom Militär blutig niedergeschlagenen Volksaufstand in Burma vor 21 Jahren erinnert. In der burmanischen Metropole Rangun waren verstärkt Sicherheitskräfte im Einsatz, um eventuelle Proteste zu verhindern. Der Jahrestag wurde wenige Tage vor dem angekündigten Urteil gegen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi begangen, der eine fünfjährige Haftstrafe droht.

Etliche Sicherheitskräfte und Anhänger der Junta waren in Rangun unterwegs, Straßen wurden mit Stacheldraht versperrt. Einwohner erklärten, sie würden aus Angst vor Festnahmen nicht an die Proteste vom 8. August 1988 erinnern. Andere hatten wichtigere Sorgen: „Ich habe vergessen, dass heute der Jahrestag ist“, sagte der 52-jährige Hla Maung. „Ich wache jeden Morgen auf und überlege, wie ich meine Familie ernähren soll.“

Am 8. August 1988 begannen Massenproteste von mehr als einer Million Menschen in Burma (Myanmar), bei deren Niederschlagung im September schätzungsweise 3.000 Menschen getötet wurden. Das Land wird seit 1962 von Generälen regiert. Die von Suu Kyi geführte Nationale Liga für Demokratie (NLD) gewann zwar die Parlamentswahl von 1990. Die Militärjunta weigerte sich danach aber, die Macht an eine zivile Regierung der NLD zu übergeben.

Das Urteil gegen Suu Kyi wird am Dienstag erwartet. Die Oppositionsführerin steht vor Gericht, weil sie die Auflagen ihres Hausarrests verletzt haben soll. Beobachter erwarten in dem am 18. Mai begonnenen international kritisierten Verfahren einen Schuldspruch. Suu Kyi war 14 der vergangenen 20 Jahre im Gefängnis oder stand unter Hausarrest. (AP)

 

 

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