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Demonstranten fordern Einheit Belgiens

DAPD

18.11.2007

Brüssel - Tausende Demonstranten marschierten am Sonntag, 18. Nov. 2007 durch Brüssel. Sie appellierten an die Politiker, nicht leichtfertig ein Auseinanderbrechen des Landes zu riskieren und endlich eine Regierung zu bilden. (AP Photo/Yves Logghe)
Brüssel - Tausende Demonstranten marschierten am Sonntag, 18. Nov. 2007 durch Brüssel. Sie appellierten an die Politiker, nicht leichtfertig ein Auseinanderbrechen des Landes zu riskieren und endlich eine Regierung zu bilden. (AP Photo/Yves Logghe)

Brüssel – Rund 35.000 Menschen haben am Sonntag in Belgien für die Einheit des Landes demonstriert. Die Demonstranten, viele in belgische Flaggen gehüllt, versammelten sich in einem Park in Brüssel und sangen die Nationalhymne. Redner forderten die belgischen Politiker auf, ihren Streit beizulegen und endlich eine Regierung zu bilden.

Die Demonstration von Flamen und Wallonen wurde organisiert von Marie-Claire Houart, einer 45-Jährigen Beamtin aus Lüttich. Ihre Petition, in der sie die Einheit Belgiens fordert, unterzeichneten in den vergangenen Wochen rund 140.000 Bürger. Darin wurden die belgischen Politiker aufgefordert, nicht länger Geld zu verschwenden für Streits, „die nur eine kleine Minderheit interessieren“. „Die Politiker müssen verstehen, dass dies eine Volksbewegung ist“, sagte Houart. Man wolle an die Vernunft appellieren, damit nicht leichtfertig ein Auseinanderbrechen des Landes riskiert werde.

Der Bürgermeister von Brüssel, Freddy Thielemans, schätzte die Zahl der Teilnehmer auf 35.000. Er erklärte, bei einer Gegendemonstration von rechtsgerichteten, niederländischsprachigen Nationalisten seien 15 Personen festgenommen worden.

Die Frage größerer Autonomie für die Flämische und die Wallonische Region behindert seit der Wahl am 10. Juni die Regierungsbildung.

Die Christdemokraten und die Liberalen gewannen bei der Wahl zusammen 81 der 150 Sitze im Parlament. Trotz dieser Mehrheit konnten sich die zukünftigen Partner, die beide in niederländisch- und französischsprachige Lager geteilt sind, nicht auf eine Koalition verständigen. Der designierte Ministerpräsident Yves Leterme setzte die Verhandlungen am Sonntag fort, wie aus Regierungskreisen verlautete. Bis zur Vereidigung eines neuen Kabinetts bleibt die alte Regierung von Ministerpräsident Guy Verhofstadt im Amt. (AP)

 

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