London – Begleitet von massiven Protesten hat das olympische Feuer am Wochenende London erreicht. Beim Fackellauf durch die britische Hauptstadt lieferten sich Demonstranten am Sonntag wiederholt Rangeleien mit Sicherheitskräften. 2.000 Polizisten waren aufgeboten, um den 50 Kilometer langen Weg des Feuers vom Wembley-Stadion nach Greenwich zu sichern. 30 Personen wurden nach Polizeiangaben festgenommen.
Bürgerrechtler und Tibet-Aktivisten wollten mit den Protestaktionen auf die Menschenrechtssituation in China aufmerksam machen. In West-London versuchte ein Demonstrant, die Flamme einem TV-Moderator zu entreißen. Ein weiterer Demonstrant versuchte, die Flamme mit einem Feuerlöscher auszublasen. An der Stelle, an der der chinesische Botschafter Fu Ying die Fackel übernehmen sollte, war die Zahl der Demonstranten besonders groß. Der Ablauf wurde deshalb geändert, Fu ergriff die Fackel anders als geplant in Chinatown.
An der Westminster-Brücke in der Nähe des Parlaments enthüllten zwei Aktivisten bereits am Samstag ein Transparent mit der Aufschrift „Eine Welt, ein Traum: Befreit Tibet 2008.“ Der Text war eine Anspielung auf das offizielle chinesische Olympia-Motto: „Eine Welt, ein Traum“. Die Polizei nahm vier Personen fest. (AP)
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