Wohnen - Aktuelle Nachrichten – Der Dino an der Tanne – Jennifer Fraczek
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Wohnen

Christbaumschmuck Der Dino an der Tanne

Jennifer Fraczek

25.11.2011

Die Leiterin des Glasmuseums in Wertheim, Marianne Tazlari, betrachtet im Glasmuseum den Wertheimer Glaspyramidenbaum. Der Baum ist ein Exponat der Weihnachtsausstellung, die am Samstag (26.11.11) im Glasmuseum eröffnet wird. Foto: Daniel Peter/dapd
Die Leiterin des Glasmuseums in Wertheim, Marianne Tazlari, betrachtet im Glasmuseum den Wertheimer Glaspyramidenbaum. Der Baum ist ein Exponat der Weihnachtsausstellung, die am Samstag (26.11.11) im Glasmuseum eröffnet wird.

Foto: Daniel Peter/dapd

Berlin/Basel – Echte Kerzen, silberne Kugeln und ein paar Glasdinosaurier: Geht es nach dem Weihnachtsschmuck-Händler Johann Wanner, sieht so in diesem Jahr ein trendiger Weihnachtsbaum aus. Silberner oder gläserner Weihnachtsschmuck passe einfach besonders gut zu weißen Leinentüchern eines festlich geschmückten Tisches. Wem Silber allein zu langweilig sei, der könne es auch gut mit Lila- oder Violett-Tönen kombinieren, sagt Wanner, der sein Geschäft im schweizerischen Basel seit rund 40 Jahren betreibt.

Bei der Firma Brauns-Heitmann, einem großen deutschen Hersteller von Christbaumschmuck, sind vier Farben bei den Kugeln die "absoluten Mengenbringer", nämlich Rot, Gold, Silber und Eis-weiß. Nachgefragt würden aber auch indigoblau, violett und lila, sagt Geschäftsführer Kurt Diedrich. Um "in der Branche im Gespräch zu bleiben", müssten zudem exotischere Farben wie Orange, Flieder, Hotpink und Petrol lieferbar sein.

Auch das Geschäft mit den Kugeln leidet unter der Euro-Krise

Etwa zehn Millionen Kugeln haben die Firma Brauns-Heitmann und ihre Tochterfirma Krebs und Sohn in dieser Saison bislang verkauft. Die nach wie vor am häufigsten verkaufte Größe sei die Sechs-Zentimeter-Kugel.

Wie der gesamte Non-Food-Bereich "leidet auch die Christbaumkugel unter der Kaufzurückhaltung des durch die Euro-Krise verunsicherten Konsumenten", sagt Diedrich. Trotzdem seien die Absatzzahlen dieses Produktes relativ stabil, wobei Wellenbewegungen von Jahr zu Jahr festzustellen seien.

Von den Maienzweigen zum Christbaum

Der christliche Brauch des Weihnachtsbaums bürgerte sich in Deutschland gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein – zuerst in den Städten, dann auf dem flachen Land. Ursprünglich geht er wohl auf die Maienzweige der heidnischen Periode zurück, die zur Zeit der Wintersonnenwende ins Haus geholt wurden. Im ausgehenden Mittelalter vermischten sich Heidnisches und Christliches.

Der Schritt vom Immergrün zum geschmückten Tannenbaum scheint zuerst im Elsass und im Schwarzwald getan worden zu sein. Martin Luther und andere Reformatoren erklärten den Christbaum im 16. Jahrhundert zum Weihnachtssymbol der Protestanten. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Tanne auch zu einem Sinnbild des Deutschtums und damit zum Weihnachtssymbol beider Konfessionen.

In diesem Jahr gibt es hierzulande sogar erstmals eine offizielle Christbaumkönigin. Die heißt Stephanie Kesting, kommt aus dem Sauerland, und hat nach eigenem Bekunden am liebsten große rote Kugeln am Baum und eine Lichterkette.

Weihnachtsschmuck-Händler Wanner bevorzugt echte Kerzen. Wer aber lieber LED-Lampen verwende, solle auf einen hohen Rotanteil achten. Im Allgemeinen leuchteten LED-Lampen nämlich in einem eher ungemütlichen gräulichen oder bläulichen Ton.

Als einen weiteren Trend hat Wanner im Übrigen ausgemacht, dass die Menschen nicht mehr nur ihre Wohnzimmer und den Bereich rund um den Weihnachtsbaum schmücken, sondern auch andere Räume. Wanner interpretiert das so: "Weihnachten ist nicht mehr ein so geschlossenes Fest, wie es einmal war."

(dapd)

Schlagworte

Webnews einstellen
 
Anzeige
Anzeige