Aktuelle Nachrichten – Umwelt
09.06.2012
Foto: Axel Heimken/dapd
Foto: Seehundstation Norddeich/dapd
Norddeich – Die ersten von ihrer Mutter verlassenen Seehunde der Saison sind in der Aufzuchtstation in Norddeich aufgenommen worden. Als erster Heuler in der Nordsee wurde bereits Ende Mai auf Borkum der junge Seehund Greta aufgegriffen, wie der Leiter der Seehundstation, Peter Lienau, am Freitag mitteilte. Der junge Heuler wurde vermutlich von der Mutter getrennt, weil ihm Touristen zu nahe kamen. Die Seehunde-Pfleger haben Greta inzwischen versorgt und mit Elektrolyten aufgebaut. Anschließend kam sie in Quarantäne.
Mittlerweile ist der Heuler bereits 15 Tage alt und wiegt acht Kilogramm. Greta, die ihren Namen von einer Patin erhielt, ist den Angaben zufolge bester Gesundheit und verschläft den größten Teil des Tages. Bis Anfang August wird sie vermutlich in Norddeich bleiben, bevor sie die Seehunde-Pfleger wieder zurück in die Nordsee bringen.
Auch zwei weitere Heuler sind inzwischen von Cuxhaven nach Norddeich gebracht worden. Die Seehunde Butz und Lia sollen ebenfalls Anfang August wieder ausgewildert werden.
Als Heuler werden junge Seehunde bezeichnet, die ihre Mutter verloren haben, seit Tagen nicht mehr gesäugt wurden und aus Hunger und Verlassenheit heulen. In den Aufzuchtstationen im niedersächsischen Norddeich und Friedrichskoog in Schleswig-Holstein werden die Tiere aufgepäppelt und im Laufe des Sommers wieder in der Nordsee ausgesetzt. Jedes Jahr kommen in beide Stationen jeweils etwa 70 bis 80 junge Seehunde. (dapd)
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