Los Angeles/Stuttgart – Die Autohersteller DaimlerChrysler, Audi und Volkswagen haben sich auf die gemeinsame Nutzung des Markennamens Bluetec als Bezeichnung für besonders saubere und verbrauchsarme Dieselmodelle auf dem US-Markt geeinigt. Das teilten die Hersteller am Mittwoch im Vorfeld der Los Angeles Motorshow mit. Allerdings werde jeder Hersteller unter dem gemeinsamen Dach an eigenen technischen Lösungen für saubere Dieselmotoren arbeiten. Scharfe Umweltgesetze in den USA machten die weitere Verbesserung der Motoren vor allem beim Ausstoß von Stickoxiden notwendig.
Die Hersteller verweisen auf eine Studie des renommierten Beratungshauses J.D. Power, wonach für Nordamerika bis 2015 einen Anteil an Diesel-Neuzulassungen von über 15 Prozent vorhergesagt wird. Zur Zeit sind die Neuzulassungen von Dieselmodellen in den USA verschwindend niedrig.
Laut Mitteilung sollen je nach Fahrzeugklasse unterschiedliche Reinigungssysteme für die Stickoxide zum Einsatz kommen. So würden bei einer Version ein Katalysator und Partikelfilter mit einem besonders langlebigen Speicher-Katalysator kombiniert. Eine weitere Möglichkeit zur Senkung der Stickoxide sei der flüssige Zusatz AdBlue, der in den Abgasstrom eingespritzt wird und die Stickoxide fast vollständig zu Stickstoff und Wasser reduziert.
Unterdessen wollen GM, Ford und BMW in Los Angeles neue Wasserstoff-Modelle vorstellen, die allerdings noch weit von der Serienproduktion entfernt sind.
(AP)
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