Foto: © 2012 AP. Photographer: Lee Jin-man/AP/dapd
Berlin – Nach dem Tod ihres geistigen Führers Sun Myung Moon trauern in Deutschland nach eigener Darstellung rund 1.500 Anhänger der sogenannten Vereinigungskirche. "Wir sind alle sehr traurig. Er hätte ruhig noch ein paar mehr Jahre leben können", sagte der Vize-Vorsitzende der Moon-Bewegung in Deutschland, Fritz Piepenburg, am Montag der Nachrichtenagentur dapd.
Sun Myung Moon, der sich selbst als Messias sah, war im Alter von 92 Jahren gestorben. Der Gründer und Patriarch der Vereinigungskirche wurde in den 1970er und 1980er Jahren weltbekannt, als er Massentrauungen in verschiedenen Ländern mit Tausenden von Anhängern veranstaltete. Nach Angaben der Bewegung trat er zuletzt im Mai 2011 in Deutschland auf und sprach vor 3.000 Gläubigen in Berlin.
Auch aus Deutschland werden zum 15. September Anhänger der Bewegung nach Südkorea reisen, um dort die typische Beerdigungszeremonie Seong-Hwa zu feiern. Dabei begehe man den Übergang "von der physischen in die geistige Welt", erläuterte Piepenburg.
Auch nach dem Tod des Gründers werde die 1963 in Deutschland etablierte Bewegung weiter bestehen. Die Nachfolge für Sun Myung Moon sei durch dessen Frau Hak-Ja Han Moon sowie deren Sohn Hyung-Jen Moon gesichert. "Beide werden nun die geistigen Oberhäupter", sagte Piepenburg.
( http://www.tongilgyo.de )
dapd
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