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Meinungs- und Medienfreiheit Deutsche Welle klagt über iranische Störsender

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11.02.2010

Blick auf das Gebäude der Deutschen Welle in Bonn. Die Deutsche Welle wirft dem Iran vor, den Empfang des deutschen Auslandsrundfunks massiv zu behindern. Foto: Matthias Kehrein/The Epoch Times, Archivbild
Blick auf das Gebäude der Deutschen Welle in Bonn. Die Deutsche Welle wirft dem Iran vor, den Empfang des deutschen Auslandsrundfunks massiv zu behindern.

Foto: Matthias Kehrein/The Epoch Times, Archivbild

Bonn (apn) Die Deutsche Welle wirft dem Iran vor, den Empfang des deutschen Auslandsrundfunks massiv zu behindern. Die Ausstrahlung des Fernsehprogramms der Deutschen Welle über den Satelliten Hotbird 8 werde seit Mittwoch gezielt gestört, teilte der Sender am Donnerstag in Bonn mit. Intendant Erik Bettermann protestierte in einem Schreiben an den iranischen Botschafter in Deutschland „mit Nachdruck gegen diese erneuten direkten Eingriffe in die Empfangsmöglichkeiten internationaler Informationsangebote“.

Die wiederholten Einschränkungen der Meinungs- und Medienfreiheit durch die iranische Führung seien nicht länger hinnehmbar, erklärte Bettermann. Der Intendant verwies darauf, dass nicht nur die Ausstrahlung von DW-TV gestört werde. Auch die Hörfunk- und insbesondere die Internet-Angebote der Deutschen Welle seien von iranischen Zensurmaßnahmen betroffen.

Bereits am 7. und 8. Dezember 2009 hatte es nach Angaben des Senders eine Störung des von der DW genutzten Transponders auf Hotbird 8 gegeben. Nach Aussagen des Satellitenbetreibers Eutelsat war die Störquelle damals eindeutig lokalisiert und identifiziert worden: Die Störsignale wurden aus dem Iran gesendet.

Bettermann verwies darauf, dass Störungen des Empfangs von DW-RADIO/Farsi über Kurzwelle im Großraum Teheran seit langem an der Tagesordnung seien. Das Programm sei auch als Audio über die Internetseite DW-WORLD.DE/persian zu hören. Diese wiederum werde regelmäßig geblockt, allerdings seien die Nutzer im Iran mit technischen Umwegen vertraut, die Seiten dennoch aufrufen zu können.

Da Hotbird 8 auch zur Signalweitergabe an den Satelliten Nilesat und an den Provider des Live-Streams über DW-WORLD.DE genutzt werde, komme es auch hier zu Ausfällen, berichtete der Sender. Dadurch seien auch die Programme von DW-TV für Europa (Deutsch und Englisch) und für die arabische Welt (Arabisch und Englisch) und im Hörfunk auch das Farsi/Persisch-Programm betroffen. Die Ausstrahlung von DW-TV Arabia stellt die DW inzwischen über einen anderen Hotbird-Transponder sicher. (AP)

 

 

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