Aktuelle Nachrichten – Wirtschaft
04.07.2007
Flensburg – Der deutsche Automarkt ist im ersten Halbjahr auf den schwächsten Wert seit 14 Jahren gefallen. Die Zahl der Neuzulassungen sank um 9,2 Prozent auf 1,577 Millionen Fahrzeuge bis Ende Juni, wie das Kraftfahrtbundesamt (KBA) am Mittwoch in Flensburg mitteilte. Das sei der niedrigste Wert der seit 1993 vorliegenden Statistiken, wie das KBA auf AP-Anfrage erklärte. Allerdings flachte die Minuskurve zum Sommer etwas ab: Im Juni betrug der Rückgang nur noch 7 Prozent auf 301.000 Neuzulassungen.
Auch der Gebrauchtwagenhandel lief schwunglos: Mit 3,163 Millionen Besitzumschreibungen bis Ende Juni lag die Zahl um 5,2 Prozent unter dem Vorjahr.
Die Marktschwäche wird unter anderem auf die Erhöhung der Mehrwertsteuer zu Jahresbeginn zurückgeführt. Die Steuererhöhung hatte zu massiven vorgezogenen Autokäufen im vergangenen Jahr geführt.
Von den inländischen Herstellern waren Ford (minus 17,4 Prozent) und Opel (minus 14,3) besonders betroffen. Marktführer VW musste mit minus 10,2 Prozent ebenfalls überdurchschnittliche Absatzrückgänge hinnehmen, was aber den Zuwachs von 6,8 Prozent bei der Tochter Skoda teilweise ausgeglichen wurde. Mercedes-Tochter Smart litt mit minus 25 Prozent unter dem Modellwechsel. Mercedes selbst schlug sich mit minus 1,5 Prozent besser als der Gesamtmarkt. Hauptkonkurrent BMW verlor 6,3 Prozent, Audi setzte dagegen 4,2 Prozent mehr ab. Leicht zulegen konnte Porsche mit plus 1,9 Prozent, vermutlich wegen des erneuerten Geländewagens Cayenne. (AP)
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