Aktuelle Nachrichten – Deutschland
06.01.2012
Foto: Sascha Schuermann/dapd
München – Erstmals seit Jahrzehnten hat Deutschland wieder mehr Getreide verbraucht als erzeugt. Die Getreideernte habe 2011 mit etwa 41,5 Millionen Tonnen deutlich unter dem Inlandsbedarf von 44 Millionen Tonnen gelegen, meldete das Nachrichtenmagazin "Focus" am Freitag vorab unter Berufung auf den Agrarstatistiker Georg Keckel. Zuletzt habe Deutschland den Getreidebedarf in den achtziger Jahren nicht selbst decken können.
Der Verbrauch übersteige die Ernte, weil inzwischen mehr als sechs Prozent der Ernte für den Treibstoff E10 verarbeitet würden, sagte der für Niedersachsen tätige Statistiker. Zudem schrumpfe durch Umwandlung von Feldern in Ausgleichsflächen die Anbaufläche. Laut "Focus" erzeugte Deutschland von 1987 bis 2010 Getreideüberschüsse. (dapd)
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