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Bremerhaven Deutsches Auswandererhaus: (Lebens)Geschichten von Migranten

DAPD

19.04.2012

Hinaus in die weite Welt! Migranten-Geschichten im Museum. Foto: dah-bremerhaven.de
Hinaus in die weite Welt! Migranten-Geschichten im Museum.

Foto: dah-bremerhaven.de

Bremerhaven – Das Auswandererhaus in Bremerhaven wird zum ersten Migrationsmuseum in Europa. Auf einer 1.000 Quadratmeter großen zusätzlichen Ausstellungsfläche werden 300 Jahre deutsche Einwanderungsgeschichte dokumentiert, wie Direktorin Simone Eick am Donnerstag sagte. Bislang wurde in dem 2005 eröffneten Museum vor allem die Geschichte von Auswanderern über Bremerhaven nach Übersee erzählt. In Europa existiere bislang kein Museum, das sich sowohl der Aus- als auch der Einwanderung widme, sagte Eick.

Beispielhaft werden in einem Anbau, der am Samstag (21. April) offiziell eröffnet wird, die Biografien von 15 Einwandererfamilien erzählt. Ausgestellt werden unter anderem Erinnerungsstücke, die in den Familien seit Generationen aufbewahrt wurden. Mittelpunkt bildet eine Einkaufszeile aus dem Jahr 1973 – dem Jahr, als Deutschland den Anwerbestopp für ausländische Arbeitskräfte verhängte.

Die bisherige Ausstellung zu Auswanderern in die USA wurde zudem ergänzt. "Bislang endete die Zeitreise für die Museumsbesucher bei der Ankunft in der Neuen Welt", sagte Eick. Nun werde auch beschrieben, wie sich die Deutschen in den Vereinigten Staaten einlebten.

Die Gesamtkosten für den Neubau und für den Umbau belaufen sich auf 4,5 Millionen Euro, die vor allem vom Bund und von Bremen finanziert werden. (dapd)

 

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