Aktuelle Nachrichten – International
20.05.2008
München – Eineinhalb Wochen nach dem schweren Erdbeben in China schickt Deutschland immer mehr Hilfsgüter in das Krisengebiet. Wie das Deutsche Rote Kreuz am Dienstag in München berichtete, entsendet die Hilfsorganisation elf Katastrophenhelfer mit einem mobilen Krankenhaus in die Provinz Sichuan. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch kündigte eine Hilfslieferung seines Landes im Wert von rund einer Million Euro an.
Das DRK-Hospital ist mit Röntgenstation, Labor und zwei Operationssälen versehen und soll gemeinsam mit den Spezialisten voraussichtlich am Donnerstag abfliegen. Die Helfer sollen eine komplette Krankenhauslandschaft auf Zeltbasis errichten, in der bis zu 125 Patienten stationär versorgt werden können. Insgesamt will das Rote Kreuz mit dem mobilen Krankenhaus rund 250.000 Menschen medizinisch betreuen.
Koch unterbreitete das hessische Hilfsangebot in Frankfurt am Main dem chinesischen Generalkonsul Haiyan Li, der das Angebot annahm. Die Hilfslieferung umfasst unter anderem Zelte, Betten, Matratzen, Decken sowie Schutzanzüge. Wie die Wiesbadener Staatskanzlei berichtete, stammt das Material aus dem hessischen Katastrophenschutzzentrallager in Wetzlar. Die Hilfsgüter sollen nun schnellstmöglich in die von Erdbeben betroffene chinesische Region transportiert werden.
Die DRK-Mitarbeiter stellen den Betrieb der mobilen Klinik vor Ort sicher und weisen die chinesischen Kollegen ein, die das Feldlazarett dann selbstständig führen sollen. Die regionale Schwestergesellschaft des Roten Kreuzes in China habe sich mit einem Hilfegesuch an das DRK gewandt, das nun nach Absprache mit dem nationalen Krisenstab in Peking tätig werde. Die elf Spezialisten – Techniker, Ärzte, Laboranten, Verwaltungsfachleute – kommen aus verschiedenen Landesverbänden, die meisten entsendet mit fünf Helfern das Bayerische Rote Kreuz. (AP)
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