Forschung - Aktuelle Nachrichten und Erkenntnisse – Die Evolutionstheorie und die Zerstörung der Moral (Teil 2) – Qing Yuan und Steffen Munter
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Aktuelle Nachrichten – Forschung

Die Evolutionstheorie und die Zerstörung der Moral (Teil 2)

Qing Yuan und Steffen Munter

16.07.2007

Wenn die Menschen heutzutage über die Evolutionstheorie sprechen, dann sehen sie sie als einen Teil der Biologie an. Tatsächlich reicht die Evolutionstheorie weit über den Bereich der rein stofflichen Biologie hinaus. Sie unterminiert grundlegend die menschliche Moral, die jahrtausendelang und über Generationen hinweg weitergegeben wurde. Sie begünstigt die schlechte Seite der menschlichen Natur, die Seite des Egoismus und des Trachtens nach Eigennutz.

Die Gesellschaft der Starken

In einer Gesellschaft, in der Wert darauf gelegt wird, der „Stärkste" zu sein und Dinge wie Güte oder Herzlichkeit unbeachtet bleiben, wird ein Mensch, der bei seinem Handeln stets an andere denkt und stillschweigend zur Gesellschaft beiträgt, also ohne seine Verdienste vorzuführen und der seine moralischen Maßstäbe erhöht, ein solcher Mensch wird nicht gelobt, sondern sogar noch unterdrückt und ausgenutzt.

Unter dem Einfluss der Evolutionstheorie sind die Menschen die meiste Zeit damit beschäftigt, sich selbst konkurrenzfähiger und stärker zu machen. Wenn sie herausfinden, wie ehrliche und gesetzestreue Menschen leichter ausgenutzt werden können, dann halten sie sich selbst für sehr schlau. Jeder verbiegt sich und korrumpiert seine Wertvorstellungen schon wegen eines winzigen persönlichen Vorteils. In einer solchen Umgebung konzentrieren sich viele Eltern darauf, ihre Kinder wettbewerbsfähiger zu machen und lehren sie „schlau" zu sein. Selbst in der schulischen Erziehung wird kaum noch Wert auf Moral gelegt, sondern fast nur auf das Erzielen guter Noten.

Extrembeispiel China führt den Trend an

Zum Beispiel in China, einem Land, das einerseits ein rapides Wirtschaftswachstum erlebt, andererseits totalitär und atheistisch regiert wird, tauchte sogar ein Sprichwort auf: „Den Armen auslachen und nicht die Prostituierte." Hierbei wird deutlich, dass Reichtum und Macht als wichtiger angesehen werden, als Anstand und Moral, sogar Maffiabosse werden zu Vorbildern und Helden erklärt.

Die Schüler im Milliardenvolk müssen heutzutage Tag und Nacht lernen. Ihre Eltern sehen ihre Lage und wissen, dass es nicht richtig ist, doch sie können ihnen nicht helfen. Viele hassen den derzeitigen Bildungsweg und versuchen verzweifelt, die Last der Schüler zu schmälern, jedoch ruhen all ihre Hoffnungen auf diesem akademischen Erfolgsmaßstab. Viele haben sich selbst im Wettbewerb verloren und verbringen ihre ganze Zeit und Energie damit. Selbst diejenigen, die die Oberhand erlangt haben, kommen nicht zur Ruhe, sie müssen jetzt die Konkurrenz hinter sich beobachten.

Ausgebrannt und müde vom Kampf

Die Menschen führen ein sehr beschwerliches Leben, fühlen sich ausgebrannt und erschöpft. Sie sehen hilflos die Zeit an sich vorbeirasen, die Tage, Monate und Jahre. Sie spüren zwar, dass etwas Seltsames mit ihnen vorgeht, können den Grund dafür aber nicht entdecken. Sie rackern sich innerhalb des Prinzips „Überleben des Stärksten" ab und hoffen, in einer Gesellschaft, in der die Moral rasch bergab geht, Halt zu finden. Um zu gewinnen, verletzen sie sich gegenseitig. Die Folgen sind u.a. soziale Probleme und von Menschen gemachte Naturkatastrophen und Umweltzerstörung. Will also die Menschheit eine Chance auf eine gute Zukunft haben, muss sie sich erneut in ihrer Moral verbessern, die als geistiger Maßstab des Denkens und Handelns fungiert.

[Fortsetzung folgt ...]

Teil 1: http://www.dieneueepoche.com/articles/2007/07/04/138718.html

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