Aktuelle Nachrichten Europa – Die Grippe hat die Schweiz erreicht – DAPD
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Europa

Die Grippe hat die Schweiz erreicht

DAPD

09.01.2008

Bern – Die Grippewelle hat die Schweiz erreicht. Der Epidemie-Grenzwert ist in der ersten Woche des neuen Jahres erstmals in diesem Winter überschritten worden. Hochgerechnet husten, niesen und fiebern bereits etwa 30.000 Menschen, vor allem in der Nordostschweiz. Wer geimpft wurde, bleibt wahrscheinlich verschont.

Nun ist es wieder soweit: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat für die erste Woche des neuen Jahres auf Grund von Meldungen von Ärzten 111 Verdachtsfälle pro 100.000 Einwohner errechnet. Damit ist der epidemische Grenzwert von 58 Fällen erstmals in der laufenden Wintersaison übertroffen. Mark Witschi vom BAG schätzte am Mittwoch auf Anfrage, dass somit etwa 30.000 Menschen in der Schweiz Grippesymptome zeigen. Das heisst, sie husten, leiden an Kopf- und Gliederschmerzen, messen ein schnell ansteigendes Fieber und fühlen sich schwach. Bis zum Ende der Grippe-Epidemie werden laut Witschi wie jedes Jahr etwa 100.000 bis 300.000 Menschen erkranken. Der Höhepunkt der Grippewelle sei in zwei bis drei Wochen zu erwarten. „Wer jetzt Symptome zeigt, sollte zuhause bleiben, um nicht noch andere anzustecken“, rät Witschi.

Anders als in anderen Jahren ist die Nordostschweiz in diesem Winter früher als die Westschweiz betroffen. In den beiden Basel und in den Kantonen Solothurn, Aargau, Zürich, St.Gallen, Schaffhausen, Thurgau sowie Appenzell Inner- und Ausserrhoden hat das BAG eine erhöhte Grippeaktivität festgestellt. Im Welschland, in Graubünden und im Tessin sind die Viren erst sporadisch aufgetaucht. Fast grippefrei sind noch die Kantone Bern, Freiburg, Jura, Glarus und die Innerschweiz.

Die gute Nachricht ist laut BAG: Die Viren, die bis jetzt gefunden wurden, sind mit den aktuellen Impfungen vom vergangenen Oktober und November abgedeckt worden. Geimpfte haben also gute Chancen, ohne Grippe durch den Winter zu kommen. Bei jenen, die sich aber erst jetzt impfen lassen, setzt die Schutzwirkung vielleicht zu spät ein. Bis die Impfung wirkt, dauert es jeweils etwa drei Wochen.

Das BAG errechnet die Ausbreitung der Grippe auf Grund des Sentinella-Meldesystems. Diesem System haben in der ersten Januarwoche 124 Ärzte auf 1.000 Arztkonsultationen 16,5 Verdachtsfälle gemeldet. Gemäss Hochrechnung entspricht dies 111 Grippefällen pro 100.000 Einwohner. Das sind deutlich mehr als in der letzten Dezemberwoche, als sich die Grippe anbahnte. (AP)

 

Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.

Folgen Sie uns auf Facebook , Twitter und Google+.

Schlagworte

 
Anzeige
Anzeige