Aktuelle Nachrichten – Forschung
30.06.2012
Foto: NASA
Eine bildgewaltige Simulation der Meeresströmungen der Welt wurde aus riesigen Datenmengen und Computerberechnungen erstellt. Sie beruht auf Satellitenmessdaten aus dem Zeitraum zwischen Juni 2005 und Dezember 2007, die vom Massachusetts Institute of Technology und dem Jet Propulsion Laboratory der NASA gewonnen wurden.
Die Strömungen werden von Winden und anderen Naturkräften angetrieben und erstrecken sich bis zu tausenden Kilometern über die Erde. Manche Wirbelstrukturen sind auf ein spezielles Gebiet beschränkt oder bewegen sich sehr langsam durch die Ozeane. Andere sind ortsfeste Strömungsstrukturen, wie die zwischen den Kontinenten äquatorial verlaufenden Strömungsbänder oder das Band, das die Antarktis umströmt.
Deutlich zeichnet sich der den warmen Meeresströmungen zugeordnete Golfstrom in der Simulation ab. Er ist für den Europäer das prominenteste Beispiel für die Beeinflussung des Klimas durch Meeresströmungen und ermöglicht trotz hoher Breitengrade das Wachstum von Palmen an Englands Südküste. Auch hält er die norwegische Küste im Winter meist eisfrei.
Eine gegenteilige Wirkung haben entsprechend kalte Meeresströmungen. So verursacht der kalte Kalifornien-Strom im Sommer oft Nebelbildungen, was die fantastischen Bilder von der in Nebel getauchten Golden Gate Bridge ermöglicht. (dk)
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