Menschen & Meinungen – Die meisten Berufstätigen essen das Falsche – DAPD
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Verbraucherbefragung Die meisten Berufstätigen essen das Falsche

DAPD

07.03.2009

Die meisten berufstätigen Deutschen kochen unter der Woche überhaupt nicht mehr - und wenn, dann soll es möglichst zeitsparend geschehen. Doch neben Fertiggerichten lassen sich auch mit frischem Gemüse schmackhafte und gesunde Menüs schnell zubereiten. (AP Photo/Fabian Bimmer)
Die meisten berufstätigen Deutschen kochen unter der Woche überhaupt nicht mehr - und wenn, dann soll es möglichst zeitsparend geschehen. Doch neben Fertiggerichten lassen sich auch mit frischem Gemüse schmackhafte und gesunde Menüs schnell zubereiten. (AP Photo/Fabian Bimmer)

Frankfurt/Main – Die meisten berufstätigen Deutschen kochen unter der Woche überhaupt nicht mehr. Das hat Nestlé, der größte Lebensmittelkonzern der Welt, in einer aktuellen Studie festgestellt, wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtet. Wenn sie sich neben der Arbeit Zeit zum Kochen nehmen, wird das Essen möglichst zeitsparend zubereitet. Immer seltener wird dem zufolge die Kunst des Kochens in der Familie an die Kinder weitergegeben.

„Die Deutschen leisten sich die teuersten Küchen, bestücken den Kühlschrank aber eher bescheiden“, sagte Nestlé-Chef Paul Bulcke der Zeitung. „In Südeuropa schenken die Menschen dem Essen eine viel höhere Bedeutung. Da wird in der Familie zusammen gekocht, man kauft frische Produkte, alle sitzen am Tisch und reden.“

Ein Drittel der befragten Berufstätigen hat demnach überhaupt keine geregelten Mahlzeiten mehr. 85 Prozent gaben an, nicht das zu essen, was sie eigentlich wollen und für richtig halten. Statt dessen essen sie nach eigenen Angaben zu viel und zu unkontrolliert. Besonders groß ist das Problem offenbar bei Männern: „Ob Männer gesund essen, hängt häufig davon ab, ob sie in guten Frauen-Händen sind“, heißt es laut „FAS“ in der Studie.

Der Nestlé-Konzern, zu dem Marken wie Nespresso, Maggi, Nescafe und Mövenpick gehören, hat für die Erhebung 3.000 deutsche Verbraucher befragt.

Das Unternehmen reagiert auf die Finanzkrise mit kleineren Packungsgrößen. „In Entwicklungsländern haben wir gelernt, dass man mit kleinen Portionen mehr verkauft, weil die täglich erschwinglich sind“, sagte Nestlé-Chef Bulcke. Seine Maggi-Würze beispielsweise verkaufe der Konzern in Afrika und Südostasien portionsweise als einzelne Würfel. „In schwierigen Zeiten kaufen auch die Europäer lieber kleinere Einheiten.“ (AP)

 

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