Beim Deutschen Tierschutzbund naht wieder die Igel-Hochsaison. Zu Tausenden werden in der kalten Jahreszeit die Tiere in Tierheimen abgegeben, wie die Organisation am Freitag berichtete. Ein einsamer Igel im Garten erweckt bei vielen Menschen Mitgefühl. Die weitaus meisten Igel kommen aber von selbst zurecht.
„Gut gemeinte Hilfe führt oft zum Gegenteil“, warnten die Experten. „Das Tier wird aus seiner natürlichen Umgebung herausgerissen und kann bleibende Schäden davontragen. Daher gilt der Rat: Zuerst beim Tierarzt oder dem örtlichen Tierschutzverein um Rat fragen und nicht vorschnell handeln.“
Wer jetzt einen Igel sehe, solle ihn erst beobachten, hieß es. „Nur verwaiste Igelsäuglinge, verletzte oder kranke Igel sind wirklich hilfsbedürftig. Diese erkennt man sofort daran, dass sie tagsüber herumliegen, oft mager sind und sich apathisch verhalten.
Für die bevorstehende Winterzeit gilt zudem: Igel, die bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke, draußen herumlaufen, sind meist krank oder geschwächt.“ Falsche Ernährung sei dann lebensgefährlich. „Das sicher gut gemeinte Schälchen warme Milch am Morgen kann den Tod bringen.“Wer einen Garten hat, kann Igeln zu einem bequemen Winterquartier verhelfen, indem er Laubhaufen aufschichtet. Darin können sich die Tiere für den Winterschlaf „einigeln“. (AP)
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