Menschen & Meinungen – Die Reichsten sind nicht die Spendabelsten – DAPD
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Menschen & Meinungen

Die Reichsten sind nicht die Spendabelsten

DAPD

11.10.2006

Hamburg - Die reichsten Deutschen sind nicht unbedingt auch die Spendabelsten. Wenn es ums Vermögen geht, liegt der Mitgründer und Aufsichtsratsvorsitzende des Softwarekonzerns SAP, Hasso Plattner, mit geschätzten fünf Milliarden Euro nur auf Platz elf - die Liste der spendabelsten Unternehmer führt er allerdings an. Rund 39 Millionen habe Plattner in den vergangenen zwölf Monaten unter anderem für das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik, die Universität Stanford und die Aids-Hilfe aufgebracht und zugesagt, berichtete die Wirtschaftszeitschrift «Manager Magazin».

Auf Platz zwei des Spender-Rankings liegen Hannelore und Helmut Greve. Das Hamburger Bauunternehmer-Paar zählt nicht einmal zu den 100 reichsten Deutschen, hat aber 30 Millionen Euro für den Bau der Elbphilharmonie in Hamburg gespendet, wie das Magazin in seiner Sonderausgabe «Die 300 reichsten Deutschen» weiter berichtet. Auf Platz drei folgt Schuhfirmen-Inhaber Heinz-Horst Deichmann, der mit seinem Vermögen von rund 1,35 Milliarden Euro als Nummer 73 unter den reichen Deutschen geführt wird und 15 Millionen für die Tsunami-Opfer sowie Hilfsprojekte in Indien und Afrika aufbrachte.

Im zweistelligen Bereich spendeten dem Bericht zufolge außerdem Otto-Gründer Werner Otto (14,1 Millionen) und Otto-Chef Michael Otto (14 Millionen), die mit ihrer Familie und einem Gesamtvermögen von rund 5,4 Milliarden auf Platz fünf des Reichen-Rankings liegen. Sie gaben ihr Geld unter anderem für den Jungfernstieg-Bau in Hamburg, das Potsdamer Schloss Belvedere, Naturschutzprojekte und den Welt-Zukunftsrat. SAP-Mitbegründer Klaus Tschira (Nr. 14 im Vermögens-Ranking) brachte 11 Millionen Euro auf, unter anderem für Forschungs- und Kulturprojekte.

Für die Liste der spendabelsten Unternehmer betrachtete das «Manager Magazin» Spender und Stiftungen mit unternehmerischem Hintergrund. Die Summen beziehen sich auf Spenden und Spendenzusagen in den vergangenen zwölf Monaten. Es veröffentlichte diese Liste im Zusammenhang mit der Rangliste der reichsten Deutschen, in der 100 Einzelpersonen oder Familien mit einem Vermögen von mindestens einer Milliarde Euro geführt werden.

Auch über die Ziele der Spenden gibt das Magazin Auskunft. Demnach verbinden Spender hier zu Lande ihre Wohltätigkeit gern mit persönlichem Interesse. Im vergangenen Jahr seien 880 neue Stiftungen gegründet worden, die jeweils über ein Kapital von rund 50.000 Euro verfügen. Dabei sei eine Vorliebe für das Schöngeistige zu erkennen: 1.218 Stiftungen kümmern sich demnach um die Belange von Kunst und Kultur, lediglich 182 Stiftungen um die Verbesserung von Bildung und Erziehung.

(AP)

 

Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.

Folgen Sie uns auf Facebook , Twitter und Google+.

 
Anzeige
Anzeige