Aktuelle Nachrichten – International
26.06.2012
Foto: Bredaan Smialowski/AP Photo
Brüssel – Die Türkei will sich keine weiteren Grenzverletzungen syrischer Streitkräfte gefallen lassen. Die beherrschte Reaktion der Türkei auf den Abschuss eines türkischen Kampfjets durch syrische Truppen solle nicht als Schwäche verstanden werden, sagte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Dienstag. Die türkischen Streitkräfte "werden auf alle Verletzungen an der syrischen Grenze antworten", kündigte er an.
In jüngster Vergangenheit hätten syrische Hubschrauber fünf Mal den türkischen Luftraum verletzt, ohne dass die türkischen Streitkräfte reagiert hätten, sagte Erdogan. Fortan würden alle Elemente der syrischen Streitkräfte, die sich der Grenze nähern, als Bedrohung betrachtet.
Am Dienstag verurteilten die NATO-Mitglieder in Brüssel in einer Sondersitzung den Abschuss des türkischen Kampfjets "aufs Schärfste" und bezeichnete ihn als "nicht hinnehmbar".
Erdogan bezeichnete den Abschuss als "vorsätzlichen" und "feindlichen" Akt. Nach syrischen Angaben verletzte das türkische Militärflugzeug den syrischen Luftraum. Die Türkei widerspricht dem. Auch wenn das nicht bewaffnete Flugzeug unabsichtlich in syrisches Hoheitsgebiet eingeflogen sei, habe es sich zum Zeitpunkt des Abschusses am Freitag in internationalem Luftraum befunden. Die zwei Piloten werden immer noch vermisst. Außerdem soll Syrien nach Darstellung der Türkei auf ein türkisches Rettungsflugzeug geschossen haben, dass nach dem Absturz des Kampfjets ausgeschickt worden sei.
(dapd)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
EU verschärft Sanktionen gegen Assads Schlüsselministerien
(25.06.2012)
Die Türkei untersucht den Kampfjet-Abschuss durch Syrien
(23.06.2012)
Die syrischen Kurden müssen ihre Rechte geltend machen
(11.04.2012)
Nach Schüssen in Flüchtlingslager wirft die Türkei Syrien Grenzverletzung vor
(10.04.2012)
Türkei benötigt bald Hilfe für Flüchtlinge aus Syrien
(06.04.2012)