Aktuelle Nachrichten – Lebensmittel
09.04.2012
Foto: Daniel Kopatsch/dapd
Stemwede/Düsseldorf – Nach dem Fund von dioxinbelasteten Eiern auf einem Bio-Hof im ostwestfälischen Stemwede prüft das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium rechtliche Schritte. Man untersuche derzeit, wieso die zuständigen Stellen des Kreises Minden-Lübbecke erst am 26. März von der Verunreinigung der Eier erfahren hätten, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Montag. Zu klären sei, ob der Produzent, der Zwischenhändler oder das beauftragte Labor ihre Meldepflicht verletzt hätten.
So sei die Verunreinigung bereits am 15. März nach der Untersuchung in einem privaten Labor bekannt geworden, die ein Zwischenhändler aus Euskirchen in Auftrag gegeben hatte. Der Zwischenhändler habe die belasteten Eier daraufhin an den Bio-Betrieb zurückgeschickt.
Nach Bekanntwerden der PCB-Belastung wurde der Betrieb gesperrt, die Bio-Eier dürfen seitdem nicht mehr verkauft werden. Nach Angaben der "WAZ" handelt es sich um mehr als 700.000 Eier, die nun vernichtet werden müssen.
Bei den Untersuchungen war festgestellt worden, dass das Dioxin der Bio-Eier teilweise um das Sechsfache über dem zulässigen Wert lag. Vorübergehend wurde am Osterwochenende auch der konventionelle Betrieb des Hofes in Stemwede gesperrt.
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