Foto: ddp images / dapd/dapd
Berlin – Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat für den Notfall ein öffentlich-rechtliches Modell für Medien ins Gespräch gebracht. Die Sicherung der Arbeit von Qualitätsmedien sei existenziell für die Gesellschaft, schreibt die stellvertretende DJV-Bundesvorsitzende Ulrike Kaiser in einem Gastbeitrag für die Nachrichtenagentur dapd. "Sollte der private Markt versagen und eine umfassende Information der Gesellschaft in Gefahr geraten, könnte das öffentlich-rechtliche Modell auch für andere Medienbereiche Pate stehen."
Dieses Modell habe sich trotz des Drucks von Politik und Privatwirtschaft im Rundfunk bewährt. Auf lange Sicht werde aber die privatwirtschaftliche Organisationsform führend bleiben. "Expansion und Experiment um jeden Preis kann genauso ins Auge gehen wie Einsparen um jeden Preis." Stiftungsmodelle steckten noch in den Babyschuhen und hätten nur einen ergänzenden Charakter, schreibt Kaiser, die auch Sprecherin der Initiative Qualitätsjournalismus ist.
Die Nachrichtenagentur dapd hat eine Serie mit Gastbeiträgen zur Frage gestartet, wie Qualitätsjournalismus gesichert werden kann. Anlass ist der Antrag auf Insolvenz in Eigenverantwortung. In der Serie setzen sich prominente Vertreter aus Politik, Medien, Wirtschaft und Gesellschaft mit den schwierigen Marktverhältnissen in der Medienlandschaft und deren Folgen auseinander.
dapd
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