Forschung - Aktuelle Nachrichten und Erkenntnisse – DLR-Chef fordert „Konjunkturprogramm Mond“ – DAPD
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Aktuelle Nachrichten – Forschung

Raumfahrt DLR-Chef fordert „Konjunkturprogramm Mond“

DAPD

25.12.2008

Köln – Der Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, DLR, Johann-Dietrich Wörner, hat angesichts des Wirtschaftsabschwungs für ein „Konjunkturprogramm Mond“ geworben. Eine eigenständige deutsche Mission zum Erdtrabanten würde 350 Millionen Euro kosten und hochqualifizierte Arbeitsplätze in Deutschland sichern, sagte Wörner im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP.

Im Bundeshaushalt ist dafür derzeit kein Geld vorgesehen. Er hoffe, im kommenden Jahr politisch etwas in Berlin bewegen zu können, sagte Wörner. Technisch könnte die unbemannte Forschungssonde bereits in drei Jahren in eine Mond-Umlaufbahn geschossen werden. „Alle Techniken stehen bereit“, sagte der DLR-Chef. „Solche Investitionen in Forschung sind das beste Konjunkturprogramm. Damit sichert man kurzfristig Arbeitsplätze und langfristig unseren Wohlstand.“

Den Plänen zufolge soll der Lunare Explorations-Orbite, LEO, mit einer europäischen Ariane- oder der russischen Sojus-Rakete in den Weltraum geschossen werden und mit Hilfe einer Oberstufe zum Erdtrabanten fliegen. Dort schwenkt er auf eine Umlaufbahn ein, von wo aus hochauflösende Kameras die Oberfläche des Mondes mit bislang unbekannter Genauigkeit fotografieren und kartografieren könnten.

Vier Jahrzehnte nach den ersten Schritten eines Menschen auf dem Mond ist derzeit ein regelrechter Wettlauf zu dem Trabanten in Gang gekommen. Japan, China und Indien haben Sonden zum Mond geschickt. Die USA wollen bis 2020 sogar wieder Astronauten dorthin bringen. Das DLR macht sich für eine eigenständige deutsche Mission stark, um technische Leistungsfähigkeit zu demonstrieren. (AP)

 

 

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