Foto: Ruth Rudolph/Pixelio
Wären Sie eine Krähe, hätten Sie wohl immer ein Fläschchen Ameisensäure im Badezimmerschrank. Dies ist ein Vögel-Geheimtipp gegen Parasiten im Gefieder. Fläschchen brauchen die ökologisch und praktisch veranlagten Vögel natürlich nicht: "Der Eichelhäher", erzählt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung, "legt sich mit ausgebreiteten Flügel auf einen Ameisenhaufen und lässt sich von den Insekten, die ihr Volk vor dem vermeintlichen Eindringling beschützen wollen, mit Ameisensäure besprühen." Amseln hat man dabei beobachtet, wie sie Ameisen aufpicken und sich die fleißigen Arbeiter ins Gefieder stecken.
Auch die 3000 Federn eines Spatzen wollen gut gepflegt werden. Die Haussperlinge, auch Spatzen genannt, nehmen Sandbäder, um sich von Zecken, Flöhen und Milben zu säubern. „Doch Spatzen baden nicht nur im Sand, sondern auch in Pfützen und Vogeltränken", sagt Goris. „Sie nehmen in Tränken erst ein Schlückchen gegen den Durst, dann drücken sie ihre Körper oft minutenlang ins kühlende Nass, schlagen ausgelassen mit den Flügeln, spritzen und plantschen. Regnet es, genießen sie die Regentropfen-Dusche von oben." Ausgerechnet solch badewütige Vögel werden Dreckspatzen genannt.
Neben Spatzen baden auch Buchfinke, Steglitze und viele weitere Vögel gern - insbesondere wenn die Sonne scheint. Die Deutsche Wildtierstiftung rät deshalb zum Aufstellen von Vogeltränken. - Und: Auf Regentonnen bitte einen Deckel drauf. Vögel können die Tiefe nicht abschätzen. (sol)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Über die Freundschaft mit einem Rotkehlchen
(03.06.2012)
Hungrige Vögel: Deutsche Wildtier Stiftung rät zur Frühlingsfütterung
(27.04.2012)
Tausende Naturschützer zählen bundesweit einheimische Vögel
(07.01.2011)
Mit wildem Weihnachten die heimische Natur schützen
(29.11.2010)
Singvögel nicht von Vogelgrippe betroffen
(27.02.2006)
«Tote Vögel sollte man nicht mit bloßer Hand anfassen»
(13.02.2006)