China News - Umwelt – Drei-Schluchten-Damm Firma vor interner Revision – DAPD
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Gefahren am Jangtse Drei-Schluchten-Damm Firma vor interner Revision

DAPD

22.05.2011

ARCHIV - 20. Juli 2010 wurde wegen Hochwasser des Jangtse sicherheitshalber am Drei-Schluchten-Staudamm Wasser abgelassen.  Foto: AP Photo/Xinhua, Cheng Min, File)
ARCHIV - 20. Juli 2010 wurde wegen Hochwasser des Jangtse sicherheitshalber am Drei-Schluchten-Staudamm Wasser abgelassen.

Foto: AP Photo/Xinhua, Cheng Min, File)

Die chinesische Regierung hatte in der vergangenen Woche überraschend Probleme bei dem Staudammprojekt Drei-Schluchten am Jangste-Fluss eingeräumt. Jetzt zog der Betreiber China Drei Schluchten nach.
ARCHIV - Fengjie, CHINA - 4. November 2002: Ex-Bewohner von Fengjie, im Südwesten Chinas, müssen mit ansehen, wie Teile der mehr als 2.000 Jahre alten Stadt gesprengt wurden für das Wasser des riesigen Drei-Schluchten-Staudamms am Jangtse, der weltweit größten Wasserkraftwerk-Regulierung. Die alten Straßen von Fengjie sind nun "mit Schutt blockiert" nach einer Reihe von Explosionen, darunter eine, die das Ende für neun Hochhäuser bedeutete. Etwa 100.000 Menschen wurden acht Kilometer entfernt neu angesiedelt.
ARCHIV - Fengjie, CHINA - 4. November 2002: Ex-Bewohner von Fengjie, im Südwesten Chinas, müssen mit ansehen, wie Teile der mehr als 2.000 Jahre alten Stadt gesprengt wurden für das Wasser des riesigen Drei-Schluchten-Staudamms am Jangtse, der weltweit größten Wasserkraftwerk-Regulierung. Die alten Straßen von Fengjie sind nun "mit Schutt blockiert" nach einer Reihe von Explosionen, darunter eine, die das Ende für neun Hochhäuser bedeutete. Etwa 100.000 Menschen wurden acht Kilometer entfernt neu angesiedelt.

Foto: AFP / AFP / Getty Images

Peking – Der Betreiber des chinesischen Drei-Schluchten-Damms hat eine interne Überprüfung seiner Finanzen angekündigt, nachdem die Regierung in der vergangenen Woche gravierende Probleme bei dem umstrittenen Prestigeprojekt eingeräumt hatte. Wie die amtliche Nachrichtenagentur am Sonntag berichtete, erklärte das Unternehmen China Drei Schluchten, die Regierung habe 31 Probleme bezüglich des Finanzmanagements, der Investitionsstrategie und Vergabeprozessen gefunden.

Die chinesische Regierung hatte in der vergangenen Woche überraschend Probleme bei dem Staudammprojekt Drei-Schluchten am Jangste-Fluss eingeräumt. Neben Umweltproblemen gebe es auch geologische und wirtschaftliche Schwierigkeiten, hieß es am Mittwoch in einer Stellungnahme des Staatsrats. Zwar sei das 23 Milliarden Dollar (16 Milliarden Euro) teure Drei-Schluchten-Projekt erfolgreich, gleichwohl müssten aber Maßnahmen ergriffen werden, um die Umweltverschmutzung zu verringern und die Gefahr von Naturkatastrophen zu verringern. Auch die Lebensverhältnisse von 1,4 Millionen Menschen, die zum Wegzug gezwungen wurden, müssten verbessert werden, hieß es.

In der Stellungnahme wurden Entwürfe für eine saubere, sichere und nachhaltigere Zukunft der Region rund um den Drei-Schluchten-Damm skizziert. Diese befindet sich in einer landschaftlich schönen Gegend am Jangtse, wo ein 660 Kilometer langes Reservoir aufgestaut wurde. So müssten die öffentlichen Dienstleistungen und die Bedingungen für jene Menschen verbessert werden, die durch ihren Wegzug das Vorhaben erst möglich gemacht haben, heißt es weiter.

Jahrzehntelange Kritik

Das Projekt wird bereits seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert. Gepriesen wurde der Damm stets als beste Möglichkeit, die sich wiederholenden Hochwasser des Jangste zu beenden und zugleich Energie für die boomende Wirtschaft zu liefern. Geologen haben allerdings gewarnt, dass ein Stauen von zu viel Wasser, das Risiko von Erdrutschen und Erdbeben erhöhe und sich negativ auf die Ökologie des Flusses auswirke.

Die Regierung hat eingeräumt, dass das Füllen des Reservoirs die Zahl der Erdbeben erhöht hat. Sie bestreitet aber, dass das schwere Beben vom Mai 2008 etwas mit dem Drei-Schluchten-Damm zu tun hat. Damals starben in der Provinz Sichuan 87.000 Menschen.

Warum das Thema zum jetzigen Zeitpunkt aufgegriffen wurde, ist nicht bekannt. Insider vermuten, dass die Schäden so offensichtlich sind, dass die Regierung nun die Führung in der (Selbst-)kritik übernehmen will, ehe sie selbst auf der Anklagebank sitzt.

(rls/dapd)

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