Aktuelle Nachrichten – Europa
21.08.2006
Budapest - Ein Unwetter hat in Budapest die Feiern zum Stephanstag überschattet und mindestens drei Menschen das Leben gekostet. Fast 300 Menschen wurden verletzt, 40 von ihnen schwebten am Montag in Lebensgefahr, wie die ungarische Nachrichtenagentur MTI berichtete. Der Sturm mit heftigen Regenfällen und Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Kilometern pro Stunde setzte ein, als rund 1,5 Millionen Menschen am Donauufer ein Feuerwerk und eine Flugshow verfolgten.
Zwei Menschen wurden von einem umstürzenden Baum erschlagen. Wie die dritte Person ums Leben kam, war nach Behördenangaben zunächst nicht bekannt. Die Polizei suchte nach zwei Vermissten, deren Boot auf der Donau am Sonntag vom Sturm zum Kentern gebracht worden war. Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany traf mit Behördenvertretern zusammen, um zu beraten, ob das Feuerwerk hätte abgesagt werden müssen. In mehreren anderen Bezirken wurden geplante Feuerwerke wegen des herannahenden Unwetters gestrichen.
Der Feiertag erinnert an König Stephan I., der von 969 bis 1038 lebte und aufgrund der Christianisierung der Magyaren als Nationalheiliger gilt.
(AP)
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