Unternehmen – Dreifach-Rekord: Porsche einer der weltweit profitabelsten Hersteller – Matthias Jekosch
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made in Germany Dreifach-Rekord: Porsche einer der weltweit profitabelsten Hersteller

Matthias Jekosch

13.03.2012

Porsche verkaufte 2011 weltweit 116.978 Stück und steigerte den Absatz so um mehr als ein Fünftel. Foto: Michael Latz/dapd
Porsche verkaufte 2011 weltweit 116.978 Stück und steigerte den Absatz so um mehr als ein Fünftel.

Foto: Michael Latz/dapd

CEO Matthias Müller und der Boxster. Der Porsche-Umsatz klettert auf 10,9 Milliarden Euro.
CEO Matthias Müller und der Boxster. Der Porsche-Umsatz klettert auf 10,9 Milliarden Euro.

Foto: AP Photo/Frank Augstein

Stuttgart – Der Sportwagenhersteller Porsche hat das Jahr 2011 mit durchgedrücktem Gaspedal hinter sich gebracht. Unter dem Strich fuhr der Konzern Rekorde bei Umsatz, Absatz und operativem Ergebnis ein. Im vergangenen Jahr wurden weltweit 116.978 Fahrzeuge verkauft und der Absatz damit um mehr als ein Fünftel gesteigert, wie das Unternehmen am Dienstag in Stuttgart mitteilte. In dieser Höhe lag auch das Wachstum beim operativen Ergebnis, das 2,05 Milliarden Euro betrug. Der Umsatz kletterte um knapp ein Fünftel auf 10,9 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite betrug damit 18,7 Prozent.

"Dank der starken Nachfrage konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr unsere Position als einer der weltweit profitabelsten Autohersteller weiter festigen", sagte der Vorstandsvorsitzende Matthias Müller. Wachstumstreiber waren der Heimatmarkt Deutschland sowie die Märkte in China, den USA und Russland.

Laut Finanzvorstand Lutz Meschke stieg auch der Cashflow deutlich um 17 Prozent an. Ein wichtiger Eckpunkt der "Strategie 2018" sei die vollständige Rückführung der Verschuldung im Fahrzeuggeschäft. "Wir planen ein gesundes Wachstum", fügte Meschke hinzu. Die Umsatzrendite soll dauerhaft bei 15 Prozent gesichert werden.

Aufgrund der hohen Nachfrage stellte Porsche zahlreiche Mitarbeiter neu ein. Die Beschäftigtenzahl lag am 31. Dezember 2011 mit 15.307 Beschäftigten 16 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Bis 2018 soll sie auf rund 20.000 Beschäftigte steigen.

Die Stuttgarter machen mit den Jahreszahlen bereits einen großen Schritt in Richtung ihrer im vergangenen Jahr angekündigten "Strategie 2018". Bis dahin wollen sie 200.000 Autos im Jahr verkaufen.

Porsche erneuert und erweitert Modellpalette für mehr Wachstum

Der Konzern will das mit einer Erneuerung und Erweiterung seiner Modellpalette erreichen. Im vergangenen Jahr stellte Porsche den neuen 911er vor. In diesem Jahr folgt die jüngst auf dem Autosalon in Genf vorgestellte Neuauflage des Einstiegsmodells Boxster. Ab 2013 produziert Porsche dann ein völlig neues Fahrzeug, den "Macan".

Der kleine Geländewagen soll an die Erfolge der größeren Modelle Panamera und Cayenne anschließen, die maßgeblichen Anteil an den Rekordwerten hatten. Der Absatz des Cayenne stieg um fast 50 Prozent auf 59.873 Stück. Damit ist das Fahrzeug das volumenstärkste Modell im Portfolio von Porsche. Der Absatz des Panamera kletterte um ein Fünftel auf 28.218 Fahrzeuge.

Im Leipziger Werk, das die geländegängigen Fahrzeuge produziert, liefen die Bänder deswegen auf Hochtouren. Die Produktion wurde um fast die Hälfte angehoben. Im Januar 2012 wurde eine dritte Schicht eingeführt.

Dagegen war der Absatz des 911er und des Boxster rückläufig, was unter anderem mit der Einführung der neuen Versionen zusammenhängen dürfte. Vor einem Generationswechsel gehen die Verkaufszahlen von Modellen in der Regel zurück.

(dapd)

 

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