Dresden - Erstmals in Deutschland ist die künstliche Befruchtung einer Elefantenkuh erfolgreich verlaufen: Die 16 Jahre alte afrikanische Kuh «Drumbo» brachte im Dresdner Zoo einen gesunden Bullen zur Welt. Er ist 87 Zentimeter groß und 107 Kilogramm schwer, wie Zoodirektor Karl-Heinz Ukena am Montag mitteilte. Der Nachwuchs sei am späten Samstagabend sanft ins Stroh gefallen. «Drumbo» habe ihr Baby auch schon sehr gut angenommen, was bei Elefanten nicht selbstverständlich sei. Einen Namen gebe es noch nicht, sagte Ukena. «Das sollen die Dresdner entscheiden.»
Der Geburt waren langjährige Vorbereitungen und eine enge Zusammenarbeit mit dem Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung vorausgegangen. Die Schwierigkeit habe drin bestanden, das an Bewegung gewöhnte Tier mit einem Stall, sechs Pflegern und dem Ärzteteam vertraut zu machen, erklärte Ukena. Außerdem habe das Tier bei der Befruchtung fast eine halbe Stunde lang still stehen müssen.
Noch komplizierter sei es gewesen, einen Bullen zu finden, denn auch dieser habe in Ruhe gehalten werden müssen, um ihn künstlich zu stimulieren und so das Sperma zu bekommen. Der Elefantenbulle «Tembo» sei in der englischen Stadt Colchester im dortigen Zoo entdeckt worden. «Tembo» sei ein Zirkuselefant gewesen, bevor er in den Zoo gekommen sei. «Drumbo» war im Mai 2004 befruchtet worden. Die Tragezeit bei Elefanten liegt in der Regel zwischen 22 und 24 Monaten.
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