Klima – Dürre macht Landwirten im Nordosten zu schaffen – DAPD
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Dürre macht Landwirten im Nordosten zu schaffen

DAPD

26.07.2006

Gallin - Wegen der anhaltenden Dürre und Hitze müssen die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern mit teilweise drastischen Ertragseinbußen rechnen. Der fehlende Regen habe Auswirkungen vor allem auf die Kartoffelernte, die um bis zu 15 Tonnen je Hektar niedriger als erwartet ausfallen werde, wie Agrarminister Till Backhaus am Mittwoch in Gallin im besonders betroffenen Landkreis Ludwigslust mitteilte.

Einige Maisbestände seien bereits «irreparabel» geschädigt, sagte der Minister. Gravierende Einbußen zeichnen sich nach seinen Worten bei allen Futterpflanzen ab, während sich die Verluste bei Getreide oder Raps, je nach Bodenqualität, in den Grenzen von bis zu 20 Prozent hielten. Größtes Problem auf den Gemüseäckern sei die aufwendige und kostenintensive Beregnung. Indes könnte bei Zuckerrüben baldiger Regen noch annehmbare Erträge bescheren, sagte Backhaus.

Auch die Wälder leiden unter der Trockenheit, die Waldbrandgefahr wächst. Deshalb hat das Schweriner Landwirtschaftsministerium in Absprache mit den Landräten ab Mittwoch große Teile der Wälder für Besucher gesperrt. Betroffen sind die Wälder in den Landkreisen Uecker-Randow, Mecklenburg-Strelitz, Müritz, Ludwigslust und Parchim. In den dortigen Wäldern dürfen nur öffentliche Straßen, ausgewiesene Wander-, Rad-, Reit- und Kutschwege sowie Zufahrten zu Campingplätzen benutzt werden, die von Streifendiensten besonders gesichert sind.

(AP)

 

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