Aktuelle Nachrichten – International
07.10.2010
Quito – Eine Woche nach der Polizeirevolte in Ecuador sind dort nach Angaben des Innenministeriums 46 Polizisten wegen ihrer Beteiligung an den Protesten festgenommen worden. Ein Anwalt sprach sogar von insgesamt 57 Festgenommenen. Wie Innenminister Gustavo Jalkh am Mittwoch mitteilte, gibt es Hinweise darauf, dass die Meuterei am Donnerstag vergangener Woche weit mehr war als eine spontane Aktion gegen die geplante Streichung von Bonuszahlungen.
Regierungstreue Soldaten konnten während der Proteste Präsident Rafael Correas erst nach einem halbstündigen Feuergefecht nach zwölf Stunden aus der Hand meuternder Polizisten befreien. Die Polizisten hatten auch Kasernen und Flughäfen besetzt und Straßensperren aus brennenden Autoreifen errichtet. Mindestens fünf Menschen wurden getötet.
Correas erklärte am Mittwoch, der "Putsch ist noch nicht vorbei". Es werde weiter ermittelt und es werde alles getan, damit sich so etwas nicht wiederhole.
US-Präsident Barack Obama versicherte Correas erneut die Unterstützung der USA. Gleichzeitig rief er ihn auf, die Spannungen auf demokratischem Weg zu lösen, wie das Weiße Haus mitteilte. (dapd)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.