Düsseldorf - Deutschlands größter Energieversorger E.ON hat sich in Mammutverträgen mit dem Moskauer Förderkonzern Gasprom umfangreiche russische Gaslieferungen bis 2036 gesichert. Die am Dienstag in Moskau unterzeichneten Verträge sähen die Lieferung von insgesamt rund 400 Milliarden Kubikmetern Erdgas vor, berichtete der Energiekonzern in Düsseldorf. Jährlich sollen rund 24 Milliarden Kubikmeter Gas fließen. Dies entspricht einem Drittel der derzeit von E.ON Ruhrgas beschafften Gasmengen.
Bei den unterzeichneten Verträgen handelt es sich einerseits um die Verlängerung bestehender Abkommen um 15 Jahre bis zum Jahr 2035, andererseits aber auch um neue Lieferverträge über zusätzliche Erdgasmengen, die ab 2010/2011 durch die neue Ostseepipeline nach Greifswald an der deutschen Ostseeküste fließen sollen.
E.ON-Chef Wulf Bernotat bezeichnete die Verträge als wichtigen Beitrag dazu, «die Versorgung Europas mit Erdgas weit in die Zukunft zu sichern und unsere Position im europäischen Gasmarkt weiter zu stärken». E.ON sei es damit gelungen im scharfen globalen Wettbewerb um die knapper werdenden Energien langfristig russisches Erdgas zu wettbewerbsfähigen Bedingungen zu beschaffen.
Der Chef des größten deutschen Gasimporteurs E.ON Ruhrgas, Burckhard Bergmann, betonte, mit den Verträgen treffe der Konzern auch Vorsorge, um zurückgehende Lieferungen aus westeuropäischen Quellen zu ersetzen.
(AP)
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