Hamburg - Starker und dauerhafter Konsum der Partydroge Ecstasy kann laut einer Studie das Gedächtnis langfristig schädigen. Die Hälfte aller Personen, die Ecstasy regelmäßig nehmen, verzeichnen durch die Droge hervorgerufene Störungen des Gedächtnisses, wie Professor Rainer Thomasius am Donnerstag bei der Präsentation erster Ergebnisse einer Untersuchung an der Uniklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) sagte.
Bei den ehemaligen Konsumenten der Droge zeigte den Angaben zufolge sogar etwas mehr als die Hälfte diese Beeinträchtigung. Zudem könne die Einnahme von Ecstasy zu depressiven Störungen und Angstzuständen führen, betonte der Forscher. Anders als in der Öffentlichkeit oft angenommen, können laut Thomasius Konsumenten der Droge auch abhängig werden. Er forderte darum künftig «mehr Aufklärung und Prävention».
In Deutschland nehmen den Angaben zufolge etwa fünf Prozent der 18- bis 24-Jährigen Ecstasy-Pillen, wobei der Anteil in Ostdeutschland höher als im Westen ist.
Die Wissenschaftler hatte in der von der Bundesregierung finanzierten Studie 120 Personen in vier Gruppen untersucht. Die Ergebnisse wurden am Donnerstag in der Fachzeitschrift «Addiction» veröffentlicht. In weiteren Studie wollen die UKE-Forscher ihre Untersuchungen auf die Droge Cannabis richten. (AP)
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