Aktuelle Nachrichten – Kultur
23.09.2012
Foto: AFP/Getty Images
Leonard Cohen der kanadische Sänger, Songschreiber, Dichter, Philosoph und Zen-Mönch war zu Gast im Hockeypark in Mönchengladbach. Als der 77-jährige Kanadier die Bühne des fast ausverkauften Stadions betrat, tauchte die Abendsonne den Himmel in ein dunkles Rot, als wolle sie bereits die Gäste auf das Kommende einstimmen. Mit einem herzlichen „Thank you so much, friends“ begrüßte Cohen sein Publikum und versprach den Fans einfach alles: „Tonight we’ll give you everything we have.“
Knappe drei Stunden dauerte das unvergessliches Konzert. Zehntausend Fans waren gekommen um die Songwriter-Legende zu sehen.
Bald wird Leonhard Cohen seinen 78. Geburtstag feiern, natürlich „on Tour“, an einem freien Abend, zwischen den Shows in Istanbul und Bukarest. 32 Shows in 20 Städten wird er absolvieren. Nach seinem gerade erst erschienenen und bejubelten zwöllften Studioalbum `Old Ideas` kehrt Leonhard Cohen mit einer großen Welt-Tournee wieder zurück auf die Bühne, mit nur zwei Konzerten in Deutschland, in Mönchengladbach und Berlin.
Schelmisch lächelnd wie ein kleiner Junge präsentierte der bald 78-jährige Kanadier in Mönchengladbach einen Querschnitt aus seiner langjährigen Schaffenszeit. Cohen lebte eine Zeit lang als Mönch in einem buddhistischen Kloster in Los Angeles. Mild, weise, heiter, gelassen und über allem stehend so zeigte er sich auf der Bühne. Ein magischer, spiritueller Abend und überaus inspirierend für die Seele. Viele Zuschauer verehren Leonhard Cohen seit seinem ersten Auftritten 1968 und bei dem Lied "So Long, Marianne" wurde kräftig mitgesungen. "Als wir uns trafen, waren wir beinahe noch jung", heißt es in dem Lied. Es wurden Erinnerungen an Jugendzeiten wach und es floss auch die eine oder andere Träne.
Bekannte Songs wie „Suzanne“ und „Halleluja“, sein größter Hit „First we take Manhattan" sowie einige Titel aus seinem neuen Album „Old Ideas“ sang der alte Mann im schwarzem Anzug und schwarzem Hut.
Geige und Mandoline erzeugten eine melancholisch, gefühlvolle Atmosphäre, bravourös gespielt von dem Geiger Alexandru Bublitchi aus Moldawien einer von Cohens neun Musikern und Sängerinnen aus aller Welt. Leonhard Cohen stellte sein Ensemble - mit Hut auf dem Herzen - und innerer Demut vor. „In allem ist ein Riss – so kommt das Licht herein“, singt er in „Anthem“. Seine Liedtexte erzählen oft von den Rissen und Brüchen im Leben. Es ist noch immer ein Erlebnis diesen Kult-Poet singen zu hören.
Mit seinem neuen Album „Old Ideas“ gelang Leonhard Cohen ein beispielloser Höhenflug. Er produziert weltweit gefeierte Musik und gehört damit zu den größten Sängern und Songschreibern aller Zeiten. „Old Ideas “landete auf Platz Eins der Charts. Seine heiß ersehnten neuen Kompositionen wurden in den höchsten Tönen gelobt. “The Telegraph“ sprach sogar vom „Werk eines Genies“.
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Mit "Sing, mei Sachse, sing" wurde Jürgen Hart über Nacht bekannt
(13.09.2012)
Leonard Cohen schwärmt vom alten West-Berlin
(05.09.2012)
Herta Müller sieht sich als lustigen Menschen
(27.08.2012)
ÜBERZEUGUNG – Convictory, ein gemeinsamer Sieg
(27.08.2012)
Simpeldichter: Berliner Schnitzel 1-9
(31.05.2012)
Aus dem Leben eines Countertenors: Matthias Rexroth
(10.04.2012)
Die Angstmacher im Heizungskeller
(10.10.2011)
Leonard Cohen - Songs from the road
(22.09.2010)
Der Meister der Melancholie wird 75
(18.09.2009)
(05.10.2008)
(06.08.2008)