Aktivurlaub – Ein Wintersportparadies in der Mitte Deutschlands – Jochen Wiesigel
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Aktuelle Nachrichten – Aktivurlaub

Ein Wintersportparadies in der Mitte Deutschlands

Jochen Wiesigel

08.11.2006

Schneebedeckte Berge, zugefrorene Seen und klare, saubere Luft: Der Thüringer Wald ist ein noch viel zu wenig bekanntes Wintersportparadies in der Mitte Deutschlands. (AP Photo/Jens Meyer)
Schneebedeckte Berge, zugefrorene Seen und klare, saubere Luft: Der Thüringer Wald ist ein noch viel zu wenig bekanntes Wintersportparadies in der Mitte Deutschlands. (AP Photo/Jens Meyer)

Oberhof - Schneebedeckte Berge, zugefrorene Seen und klare Luft: Der Thüringer Wald ist ein wenig bekanntes Wintersportparadies in der Mitte Deutschlands. Von der Rhön und dem Inselsberg bis zum Schiefergebirge ziehen sich über 1.800 Kilometer Skiwanderwege und mehr als 200 Kilometer Loipen, wie die Thüringer Tourismus GmbH informiert. Der berühmteste Bergwanderweg, der Rennsteig, ist bei guter Schneelage nahezu auf seiner gesamten Länge von 168 Kilometer gespurt.

Zwar stehen sportlicher Langlauf und Skiwandern an erster Stelle, doch auch die Freunde des alpinen Skisports kommen in Thüringen auf ihre Kosten. Insgesamt 40 Liftanlagen werden während der Saison in Betrieb sein. Die bekanntesten sind der «Fallbachlift» in Oberhof, die «Skiarena Silbersattel» in Steinach und der Skilift «Am Sommerberg» in Fehrenbach. 18 Pisten sind den Angaben zufolge dann auch an den Abenden für Skifahrer und Snow-Boarder beleuchtet.

Für unerschrockene Rodler werden Fahrten auf der Rennschlittenbahn in Oberhof angeboten. Und wer den Mut zum Skispringen aufbringt, kann das zum Beispiel in Steinach versuchen. Gut gesichert an einem Seil schwebt man nach dem Absprung zu Tal. Wer das Skispringen aber nicht als Gaudi betreiben, sondern richtig lernen möchte, sollte nach Lauscha fahren. Hier in der Geburtsstadt des ehemaligen Bundestrainers Reinhard Heß, der viele Skispringer zur Weltelite führte, werden Kurse angeboten.

In Lauscha wurde übrigens in der Mitte des 19. Jahrhunderts der gläserne Christbaumschmuck erfunden. Bereits 1872 hatten sich hier 52 Familien der Kunstglasbläserei verschrieben und den glitzernden Baumschmuck gefertigt. Auch heute noch können Urlauber zuschauen, wie die zerbrechlichen Wunderwerke mit dem Mund «vor der Lampe» geblasen werden.

Wintersporthochburg Oberhof

Zur Berühmtheit hat es die Stadt Oberhof gebracht. Ihre Wintersport-Tradition reicht bis in das Jahr 1884 zurück. Aus dem Trainingszentrum um Oberhof und Zella-Mehlis kommen bis heute Langläufer, Biathleten und Rennrodler der Spitzenklasse. Bei den vergangenen Olympischen Winterspielen in Turin 2006 war Thüringen mit sechs von elf Goldmedaillen das erfolgreichste deutsche Bundesland.

Oberhof braucht sich über mangelnde Besucher nicht zu beklagen. Die Stadt hat rund 2.000 Einwohner, sie wird aber im Jahr von rund 160.000 Touristen besucht. Für die älteren Urlauber sind Fahrten mit dem Pferdeschlitten durch den Winterwald beliebt, während junge Leute unter anderem beim Snow-Tubing ihren Freizeitspaß haben.

Wintersport-Highlight ist der Biathlon-Weltcup, der im nächsten Jahr vom 3. bis 7. Januar stattfindet. Mehr als 20.000 Zuschauer werden dann Kati Wilhelm oder Sven Fischer in Oberhof die Daumen drücken.

Ab 1. November ist wieder das beliebte «Schneetelefon» eingerichtet. Unter der Nummer 0180-5533999 erhält man Auskunft über das Wetter und die Schneehöhe in der gewünschten Urlaubsregion Thüringens.

http://www.thueringen-tourismus.de

(AP)

 

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