Aktuelle Nachrichten Welt - News und Hintergründe – Eine Million Texaner zur Flucht vor Hurrikan „Ike“ aufgerufen – John Porretto
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Zwangsevakuierung Eine Million Texaner zur Flucht vor Hurrikan „Ike“ aufgerufen

John Porretto

11.09.2008

Melissa Rodriguez mit der Patientin Anna Buchanan warten auf ihre Evakuierung. (AP Photo/Corpus Christi Caller-Times/Rachel Denny Clow)
Melissa Rodriguez mit der Patientin Anna Buchanan warten auf ihre Evakuierung. (AP Photo/Corpus Christi Caller-Times/Rachel Denny Clow)

Houston – Nach seinem Verwüstungszug durch die Karibik hat Hurrikan „Ike“ am Donnerstag über dem Golf von Mexiko Kurs auf Texas genommen. Die Behörden in dem US-Staat forderten eine Million Menschen auf, aus den Küstengebieten ins Inland zu fliehen. „Ike“ hat über dem warmen Golf neue Kraft getankt und wurde zu einem Hurrikan der Kategorie 2 heraufgestuft. Es wird erwartet, dass der Sturm in der Nacht zum Samstag zwischen Corpus Christi und Houston auf die Küste trifft.

In der Hafenstadt Galveston und mehreren küstennahen Kreisen nahe Houston ordneten die Behörden die Zwangsevakuierung an. Alte und Kranke wurde mit Bussen nach San Antonio gebracht, etwa 300 Kilometer von Houston entfernt. In einigen Schulen wurde der Unterricht bis zum Wochenende abgesagt. Galveston wurde im Jahr 1900 von einem Hurrikan fast dem Erdboden gleichgemacht, mehr als 6.000 Bewohner kamen damals ums Leben.

Meteorologen befürchteten, dass „Ike“ sogar die Stufe 4 und Windgeschwindigkeiten bis 210 Kilometer pro Stunde erreichen könnte. Ein solcher Sturm könnte nach Behördenangaben bis zu fünfeinhalb Meter hohe Wellen bringen. Das Wasser könnte von Galveston Bay aus nach Houston gelangen und dort einige der größten Raffinerien der USA sowie das Johnson Space Center der NASA bedrohen.

Zuletzt fegte „Ike“ über Kuba hinweg und richtete dort zum Teil erhebliche Schäden an. Bislang hat der Hurrikan mindestens 80 Menschen das Leben gekostet, die meisten davon in Haiti. In Kuba beschädigte der Wirbelsturm zehntausende Häuser.

Die kubanische Regierung rief die USA auf, angesichts der Verwüstungen auf der Insel einen Teil der Handelssanktionen aufzuheben. „Kuba hat die US-Regierung um keine Geschenke gebeten. Wir wollen nur einkaufen dürfen“, erklärte das Außenministerium. Die Rede ist von Baumaterialien und Erleichterungen im Kreditverkehr. (AP)

 

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