Gesundheitsvorsorge, Lebensführung, Volksheilkunde, Naturheilweisen – Eine Stunde täglich Sport in der Schule – DAPD
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Positive Langzeit-Effekte Eine Stunde täglich Sport in der Schule

DAPD

13.04.2012

Täglich eine Stunde Sport in der Schule zeigt positive Langzeit-Effekte.   Foto: Siegfried Fries  / pixelio.de
Täglich eine Stunde Sport in der Schule zeigt positive Langzeit-Effekte.

Foto: Siegfried Fries / Pixelio

Mannheim/Leipzig – Sportliche Kinder sind auch langfristig besser vor Herz-Kreislauf-Risiken geschützt. Eine Studie Leipziger Mediziner, die auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK)in Mannheim präsentiert wurde, zeigt die positiven Langzeit-Effekte gezielter Bewegungsförderung in der Schule. Die Wissenschaftler empfehlen deshalb eine tägliche Schulsportstunde.

"Kinder und Jugendliche sind heute weniger körperlich aktiv als ihre Altersgenossen eine Generation zuvor. Das ungünstige Verhältnis von weniger Bewegung und Energiezufuhr bewirkt eine steigende Prävalenz von kindlichem und jugendlichem Übergewicht bis hin zur Adipositas", erklärte Ulrike M. Müller von der Klinik für Innere Medizin/Kardiologie der Universität Leipzig. Das sei nicht nur deshalb problematisch, weil schon im frühen Jugendalter erste atherosklerotische Veränderungen nachweisbar seien. "Aus dicken Kindern werden meist auch dicke Erwachsene, und damit nehmen Herz-Kreislaufrisiken wie metabolisches Syndrom, Diabetes oder Bluthochdruck ebenfalls zu."

Am "Leipziger Gesundheitsprojekt Schule" nahmen sieben Schulklassen fünf Jahre lang – zwischen der 6. und 10. Klasse - teil. Getestet wurden auf jährlicher Basis körperliche Fitness, Body-Mass-Index und motorische Fähigkeiten der Schüler, wobei eine Gruppe täglich eine Stunde Schulsportunterricht mit einem Ausdaueranteil von mindestens 15 Minuten absolvierte, während die Vergleichsgruppe die regulären zwei Schulsportstunden wöchentlich hatte. Bei der körperlichen Fitness, gemessen an der maximalen Sauerstoffaufnahme bei der Laufband-Spiroergometrie, betrug die durchschnittliche Differenz zwischen den beiden Gruppen rund 5 Milliliter pro Kilogramm und Minute, in der Gruppe mit dem täglichen Schulsport gab es weniger Übergewicht: Neun Prozent der Schüler mit dem täglichen Bewegungspensum hatten einen erhöhten BMI, in der Vergleichsgruppe waren es 16 Prozent.    (dapd)

 

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