Aktuelle Nachrichten – China - Politik
12.08.2011
Foto: AP Photo/Andy Wong
Peking – China hat ein Einreiseverbot für Ausländer für einen Bezirk im Nordwesten des Landes erlassen, wo ein Besuch des Panchen Lama erwartet wird. Das ist der zweithöchste geistliche Führer der Tibeter nach dem Dalai Lama. Viele Tibeter akzeptieren ihn aber nicht, da er von China eingesetzt wurde. Ein ursprünglich für dieses Amt vom Dalai Lama auserwählter Junge verschwand im Alter von sechs Jahren aus der Öffentlichkeit.
Die Sicherheit in der Region sei vor dem Besuch des Panchen Lama im Kloster Labrang in der Provinz Gansu verstärkt worden, berichteten Tibet-Aktivisten. Hotels im Bezirk Xiahe, der in der Nähe des Klosters liegt, berichteten, sie seien in dieser Woche angewiesen worden, keine ausländischen Besucher mehr anzunehmen. Ausländer, die schon vor den Verbot in Xiahe waren, wurden aufgefordert, den Bezirk zu verlassen, wie eine Sprecherin des Tourismusamtes sagte.
In Teilen von Gansu leben sehr viele Tibeter. Das Gebiet gehörte vor der Gründung des modernen China zu den traditionellen tibetischen Siedlungsgebieten. Nach den blutigen Unruhen in Tibet 2008 gab es auch im Kloster Labrang zahlreiche Proteste. China ließ die Proteste nieder in Tibet und angrenzenden Gebiet brutal niederschlagen, wobei nach Angaben von Aktivisten fast 140 Menschen getötet wurden. Touristen durften ein Jahr nicht in das Gebiet.
(dapd)
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