Luxemburg – Die deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten verderben dem Einzelhandel in Europa das Geschäft. Der Absatzvolumen der Branche in der Euro-Zone verringerte sich im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent und gegenüber Mai um 0,6 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte. In der Europäischen Union betrug das Minus binnen Jahresfrist 1,1 Prozent und gegenüber dem Vormonat 1 Prozent.
Die Daten bestätigten auf Neue, dass die Verbraucher nach wie vor nicht in der Lage seien, mehr Geld auszugeben, erklärten Experten der BayernLB. „Die gegenwärtig hohe Teuerung fordert weiterhin ihren Tribut.“ Die etwas höheren Lohn- und Gehaltszuwächse würden nahezu vollständig vom starken Preisauftrieb aufgezehrt. Auch für das zweite Halbjahr gebe es kaum Grund zu Optimismus. Die Verbraucherstimmung sei zuletzt regelrecht abstürzt und die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt sei zu Ende. (AP)
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