Aktuelle Nachrichten – Kultur
20.09.2012
Foto: dapd/Timur Emek
Frankfurt/Main – Schauspielerin Hannelore Elsner erhält bei der Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreises am 12. Oktober den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU). "Elsner ist und war meine erste Wahl", begründete Bouffier. "Wie die meisten Zuschauer wohl auch hat sie mich mit ihrem vielfältigen Können immer wieder in ihren Bann gezogen und uns Zuschauern mit immer neuen Facetten ihrer Kunst anregende, aufwühlende und unterhaltende Stunden geschenkt."
Buchmesse-Direktor Juergen Boos betonte am Donnerstag in Frankfurt am Main, er sehe in Elsner eine große Affinität zwischen Buch und Film und auch die Verbindung zum Frankfurter Autor Bodo Kirchhoff. Kunstministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) sagte, sie freue sich sehr über die Auszeichnung für Elsner. Die Schauspielerin gehöre zu den populärsten Figuren in Film und Fernsehen. Hannelore Elsner wohnt seit vielen Jahren in Frankfurt.
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis der Buchmesse für die beste internationale Literaturverfilmung geht in diesem Jahr an Regisseur Stephen Daldry. Dem ausgewiesenen Literaturverfilmer sei es gelungen, aus Jonathan Safran Foers Roman "Extrem laut und unglaublich nah" ein ganz eigenes Meisterwerk zu schaffen, sagte Boos. Der Brite führte unter anderem auch bei "Der Vorleser" Regie. Schauspieler David Kross, neben Hollywood-Star Kate Winslet Hauptdarsteller in "Der Vorleser", soll die Laudatio halten.
Während sich Elsner und Daldry ihrer Preise bereits sicher sein können, erfahren die Nominierten in den anderen Kategorien des Film- und Kinopreises erst am Abend der Verleihung von ihrer Ehrung.
Der undotierte Hessische Fernsehpreis wird in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen. Als beste Schauspielerin wurden Heike Makatsch für ihre Rolle in "Sechzehneichen", Claudia Michelsen in "Der Turm" und Julia Richter in "Sushi in Suhl" nominiert. Hoffnungen auf den Preis als bester Schauspieler machen können sich Stipe Erceg für seine Darbietung in "Blaubeerblau", Alexander Fehling in "Wir wollten aufs Meer" und Sebastian Urzendowsky, der ebenfalls in "Der Turm" zu sehen ist.
In der Kategorie Spielfilm des Hessischen Filmpreises sind "Der deutsche Freund" von Regisseurin Jeanine Meerapfel, "Lore" von Cate Shortland und "3 Zimmer/Küche/Bad" von Dietrich Brüggemann nominiert.
In diesem Jahr wurden erstmals auch in der Kategorie Dokumentarfilm drei Nominierte vorgestellt. Sie müssten einen Spannungsbogen für anderthalb Stunden entfalten und Bildkraft mitbringen, erklärte Maria Wismeth, Geschäftsführerin der Hessischen Filmförderung. "Bulb Fiction" von Christoph Mayr, "Vergiss mein nicht" von David Sieveking und "Versicherungsvertreter - Die erstaunliche Geschichte des Mehmet Göker" von Klaus Stern gehen ins Rennen. Die Preise für Spiel- und Dokumentarfilm sind mit je 5.000 Euro dotiert.
Insgesamt ist der Hessische Film- und Kinopreis mit 185.000 Euro dotiert. Moderiert wird die Verleihung am 12. Oktober in der Alten Oper von dem in der Türkei geborenen und in Frankfurt aufgewachsenen Schauspieler Adnan Maral, bekannt aus "Türkisch für Anfänger".
dapd
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