China News - Gesellschaft – Eltern von Erdbebenopfern scheitern mit Klage gegen Schulbehörde – DAPD
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Chinas Erdbebenopfer Eltern von Erdbebenopfern scheitern mit Klage gegen Schulbehörde

DAPD

23.12.2008

(AFP PHOTO/LIU Jin)
(AFP PHOTO/LIU Jin)
Viele Schulen brachen zusammen bei dem Erdbeben am 12. Mai, hier in Juyuan in der Provinz Sichuan. Es heißt, die Regierung habe eine interne Anweisung an die Gerichte herausgegeben, wonach Klagen von Eltern nicht angenommen werden sollten. (AP Photo/Ng Han Guan)
Viele Schulen brachen zusammen bei dem Erdbeben am 12. Mai, hier in Juyuan in der Provinz Sichuan. Es heißt, die Regierung habe eine interne Anweisung an die Gerichte herausgegeben, wonach Klagen von Eltern nicht angenommen werden sollten. (AP Photo/Ng Han Guan)

Peking – Sieben Monate nach dem verheerenden Erdbeben in China mit fast 70.000 Todesopfern sind Eltern getöteter Schüler mit ihrer Forderung nach Entschädigung vor Gericht gescheitert. Ein Vater sagte am Dienstag, rund 60 Eltern hätten die Klage gegen die Schulbehörden der Provinz Sichuan am 1. Dezember eingereicht. Sie forderten eine offizielle Entschuldigung und eine Entschädigung für den Tod ihrer Kinder. Der Vater sagte weiter, ein Richter habe die Eltern darüber informiert, dass der Fall nicht zur Entscheidung angenommen werde.

Die Regierung habe eine interne Anweisung an die Gerichte herausgegeben, wonach Klagen von Eltern nicht gehört werden sollten, sagte der Vater unter Berufung auf den Richter weiter. Die Kinder der Elterngruppe besuchten die Grundschule in Mianzhu, die wie so viele am 12. Mai in sich zusammenfiel. Der Vater sagte, die Gruppe wachse mit jedem Tag weiter an und umfasse nun rund 80 Eltern. Sie wollten sich nach dem Scheitern der Klage mit einer Petition an die Stadt wenden.

Der Vater berichtete von Einschüchterungsversuchen durch die Behörden. So habe die Polizei ein Elternteil einen Tag lang festgehalten und aufgefordert, nicht mit ausländischen Medien zu sprechen. In einem solchen Fall drohten den Eltern Anklagen wegen Verrats. „Wir Elternvertreter wechseln nun ständig den Wohnsitz, um uns vor der Polizei zu verstecken“, sagte der Vater. „Wir müssen in Häusern von Verwandten wohnen.“ Andere Eltern erklärten, man habe versucht, sie einzuschüchtern oder ihnen Geld für ihr Schweigen geboten.

In vielen Gebieten waren die Schulgebäude die einzigen, die vollständig einstürzten. Ein Regierungsexperte hatte im September eingeräumt, dass Pfusch am Bau die Katastrophe verschlimmert habe. Die Regierung hat Ermittlungen und strenge Strafen angekündigt, bisher wurde jedoch kein Verantwortlicher zur Rechenschaft gezogen. (AP)

 

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