Berlin – Der Emissionshandel ist ein Instrument der europäischen Klimapolitik. Das dahinter stehende Prinzip ist: Unternehmen, die die Atmosphäre mit Treibhausgasen verschmutzen, brauchen dafür Rechte, sogenannte Emissionszertifikate. Das gilt vor allem für Kraftwerke, Raffinerien, Stahl- und Zementwerke. Ihnen stehen eine bestimmte Menge an Rechten zur Verfügung, zugeteilt von einer nationalen Behörde. In Deutschland müssen rund zehn Prozent davon gekauft werden, der Rest wird kostenlos ausgegeben.
Braucht ein Unternehmen weniger Verschmutzungsrechte, weil es seinen CO2-Ausstoß verringert hat, kann es die dadurch überzähligen Zertifikate am Markt verkaufen: ein finanzieller Anreiz zum Klimaschutz. Firmen, die mehr Treibhausgase ausstoßen, als sie Rechte haben, müssen dazukaufen. Mit der Zeit wird die Gesamtmenge an zur Verfügung stehenden Zertifikaten verringert. Dadurch soll die Atmosphäre entlastet werden.
Gestartet ist der Emissionshandel im Jahr 2005 als ein Instrument aus dem UN-Klimaschutzabkommen von Kyoto. (dapd)
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