Aktuelle Nachrichten – Technik
20.07.2011
Foto: NASA/AP Photo
Cape Canaveral – Am Vorabend ihrer Rückkehr von der letzten Mission einer US-Raumfähre sind auch die vier Astronauten an Bord der "Atlantis" wehmütig geworden. "Es wird hart", sagte Kommandant Christopher Ferugson am Mittwoch in einem Fernsehinterview aus dem All. "Ich habe wirklich das Gefühl, dass es sich dem Ende nähert."
"Für viele Menschen, die 30 Jahre ihres Lebens dem Shuttle-Programm gewidmet haben, wird das ein sehr emotionaler Moment", sagte Ferugson. "Aber wir versuchen, optimistisch zu bleiben. Wir werden versuchen, es nicht so schwer zu nehmen und es zu einer Feierstunde für die hervorragenden Errungenschaften der vergangenen 30 Jahre zu machen."
Auf die Frage, was er all denen sagen wolle, die die Rückkehr der "Atlantis" zur Erde verfolgen, sagte Ferugson: "Schaut sie euch gut an und merkt sie euch, weil ihr so etwas nie wieder sehen werdet."
Ein von den Astronauten und dem Personal am Boden am Mittwoch gefeierte Leistung des Shuttle-Programms ist die Ausbringung von 180 Satelliten und der Bau der internationalen Raumstation ISS. Den letzten von einem Space-Shuttle ins All getragenen Satelliten setzte die Crew am Mittwoch aus: ein nicht einmal vier Kilogramm leichter Winzling, der mit experimentellen Solarzellen bestückt ist. Astronaut Rex Walheim verlas dazu ein von ihm verfasstes Gedicht, das mit den Worten endete: Das Erbe der Raumfähre währt auch fort, wenn sie längst nicht mehr fliegen kann.
Ebenfalls am Mittwoch kontrollierten die Astronauten noch einmal die zur Landung notwendigen Systeme der "Atlantis". Alles funktionierte einwandfrei und für die Landung eine Stunde vor Sonnenaufgang (Ortszeit; 12.56 Uhr MESZ) ist bestes Wetter vorhergesagt.
Nach der Landung der "Atlantis" endet nach 30 Jahren das Shuttle-Programm der NASA. Die "Atlantis" wird wie ihre Schwesterschiffe "Endeavour" und "Discovery" außer Dienst gestellt und soll als Museumsstück im Besucherzentrum des Kennedy Space Center dienen.
(dapd)
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