Aktuelle Nachrichten – Forschung
10.06.2009
Darmstadt – Die Entdeckung des bislang schwersten chemischen Elements durch die Darmstädter Gesellschaft für Schwerionenforschung ist offiziell anerkannt worden. Wie die GSI am Mittwoch mitteilte, hat die Internationale Chemikervereinigung IUPAC die Entdeckung bestätigt. Zugleich habe die Vereinigung die Darmstädter Forscher aufgefordert, dem Element mit der Ordnungszahl 112 einen Namen zu geben.
Ein internationales Forscherteam hatte das Element in den Jahren 1996 und 2000 zweimal durch die Fusion von Blei- und Zinkatomen erzeugt. Nach Angaben von GSI-Sprecher Ingo Peter konnte die Entdeckung seither in einem japanischen Teilchenbeschleuniger bestätigt werden. An der GSI sind seit 1981 insgesamt sechs neue chemische Elemente durch Kernfusion erzeugt worden. Die Elemente sind ausnahmslos instabil und zerfallen bereits Bruchteile von Sekunden nach ihrer Erzeugung wieder. Ihre Existenz lässt sich lediglich durch die beim Zerfall entstehende radioaktive Strahlung nachweisen. (AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.