New York – Zähneputzen kann bei Epileptikern einen Anfall auslösen. Dabei stimulieren die rhythmischen Bewegungen im Mundraum offenbar bestimmte überempfindliche Hirnregionen, wie australische Neurologen unter Verweis auf drei Fallbeispiele berichten. Die erwachsenen Patienten hatten beim Putzen einen epileptischen Anfall erlitten. Gehirnuntersuchungen ergaben, dass sie Verletzungen am somatosensorischen Kortex hatten – in der Nähe derjenigen Regionen, die für die Motorik von Sprache und Händen zuständig sind. Die Forscher der Universität Melbourne vergleichen das Phänomen in der Zeitschrift „Neurology“ mit der photosensiblen Epilepsie, bei der Anfälle durch bestimmte visuelle Reize entstehen können.
(Quelle: „Neurology“, Vol. 68, S. 769-771) (AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Leise Revolution in der Hirnforschung
(15.03.2007)
Traumatisierung schädigt Kindergehirn
(12.03.2007)
Max-Planck-Forschungspreis mit 1,5 Millionen Euro für Neurobiologen
(09.03.2007)
Gleichklang von Herzschlag und Atmung im Schlaf
(09.03.2007)
Dem Schlaf-Rätsel auf der Spur
(05.03.2007)
Kaugummi hilft laut Studie beim Denken
(04.03.2007)
Gehirnaufnahmen zeigen Heilungschancen nach Schlaganfall
(01.03.2007)
EU genehmigt Übernahme der Schwarz Pharma durch belgische UCB
(21.11.2006)
Arzneimittelrückstände im Leitungswasser
(07.08.2006)
Molekül verbindet Gehirnhälften
(30.06.2006)